​Aufsteiger Hannover 96 spielt eine solide Runde und hat mit dem Abstieg in dieser Saison absolut nichts am Hut. Dennoch war die Stimmung bei der 0:1-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach ziemlich giftig. Neben André Breitenreiter und Horst Heldt stieß die Stimmungsmache der Ultras auch Vereinspräsident Martin Kind bitter auf. An einen Dialog glaubt der 96-Boss nicht.


"Es ging nur darum, die Stimmung zu zerstören, das war destruktiv ohne Ende“, wird der 73-Jährige im Sportbuzzer zitiert. "Es hat erstmals die Mannschaft deutlich belastet. Das können wir nicht länger akzeptieren. Offensichtlich ist unsere Dialogbereitschaft als Schwäche interpretiert worden. Die Hard-Core-Fans sind dogmatisch und radikal, da wird man mit Argumenten nichts mehr erreichen."

Auch 96-Coach André Breitenreiter war nach der Partie geschockt über die negative Stimmung in der HDI-Arena: "Ich habe eine solche negative Atmosphäre noch nie erlebt. Damit haben wir nicht gerechnet. Das hat die Jungs berührt. Wir haben das in der Halbzeit angesprochen."


Zudem wurden Vertreter der Presse auf Plakaten verunglimpft: "Die Beleidigungen werden immer breiter gestreut. Sollen sie sich doch mit mir auseinandersetzen, es steht ihnen nicht zu, Pressevertreter anzugreifen", so Martin Kind weiter, der nur eine Lösung sieht, um das Ultra-Problem zu lösen: "Warum kommen sie überhaupt? Sie reden immer von Unterstützung und wirken doch nur destruktiv. Das Einfachste ist doch, dass sie wegbleiben.“