​Nach einer größtenteils leblosen ersten Halbzeit, in der RB Leipzig mit dem 1. FC Köln Katz und Maus spielen konnte, drehten die Domstädter nach der Pause überraschend das Spiel. Doch was waren die Gründe für diese Leistungsexplosion? Die Stimmen zum 2:1-Sieg verraten, dass eine Umstellung von Trainer Stefan Ruthenbeck zum Erfolg geführt hatte - sowie ein Tunnel, den Yuya Osako über sich ergehen lassen musste .


Wie kann es einer Mannschaft gut tun, wenn ein eigener Spieler getunnelt und damit vorgeführt wurde, wie es bei Kölns Japaner Osako in Leipzig der Fall war? Ganz einfach: Manchmal braucht es eine solche "Jetzt erst Recht"-Aktion, um wieder zurückzufinden. 

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Mit seinem Tor zum 2:1 drehte Bittencourt das Spiel endgültig.


​GEISSBLOG.KOELN zitierte Effzeh-Coach Ruthenbeck zu dieser Szene wie folgt: "An der Aktion, bei der ein Leipzig-Verteidiger Osako tief in der eigenen Hälfte getunnelt hat, haben wir uns hochgezogen und gesagt: das können wir uns hier nicht gefallen lassen. Jetzt geben wir eine entsprechende Antwort. Das ist uns gelungen."


Ein taktischer Kniff führt zur Trendwende


Offensichtlich hatte Ruthenbeck diesen auf den ersten Blick nicht wirklich entscheidenden Moment in der Halbzeitpause aufgegriffen und seinem Team damit eine zusätzliche Motivation eingehaucht. Nach dem frühen Rückstand durch Augustin (5.) kehrten die Kölner nämlich in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll zurück ​und gewannen durch Tore von Koziello (70.) und Bittencourt (77.).

Die Trendwende war laut Effzeh-Kicker Dominique Heintz jedoch nur möglich, weil der Trainer in der Pause eine wichtige und richtige Entscheidung getroffen hatte: "Leipzig hat vorne schnelle Leute, die sind immer sehr gefährlich. In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen umgestellt. Wir haben dann hinten Mann gegen Mann gespielt." Der Plan ging auf, denn durch diesen Kniff fehlte den Hausherren die Luft zum Atmen.


Ruthenbeck fand die richtigen Worte


Doch nicht nur taktisch, sondern auch mental hatte Ruthenbeck die passende Antwort auf den Rückstand parat, wie Torwart Timo Horn erklärte: "Der Trainer hat gesagt: ‚Die Leipziger sind heute nicht viel besser als wir.‘ Das haben wir uns zu Herzen genommen und ich denke, das hat man dann in der zweiten Halbzeit dann auch gesehen."