Bruno Labbadia soll wieder mal seine Qualitäten als Retter in höchster Not unter Beweis stellen; aktuell beim VfL Wolfsburg, der in einer handfesten Krise steckt. Dass es jedoch kein leichtes Unterfangen wird, die Niedersachsen von dem Abstieg zu bewahren, weiß der erfahrene Übungsleiter.


Insgesamt 397 Pflichtspiele als Trainer hatte Bruno Labbadia bis zum vergangenen Spieltag auf dem Buckel.​ Letzte Woche unterzeichnete der gebürtige Darmstädter einen bis 2019 datierten Vertrag beim VfL Wolfsburg, der auch für die 2. Bundesliga Gültigkeit besitzt. Im Abstiegsduell bei Mainz 05 waren beim 1:1 einige Ansätze zu erkennen, das große Spiel ließen die Wölfe aber wieder mal vermissen.

VfL Wolfsburg Unveils New Signing Head Coach Bruno Labbadia

Bruno Labbadia steht vor einer schweren Aufgabe in Wolfsburg


Die Aufgabe, den Klub aus der Autostadt vor dem Niedergang in das Unterhaus zu bewahren, gleicht aufgrund der spielerischen Armut der letzten Wochen und Monate aber einer Mammutaufgabe. "Wir haben zehn Wochen vor uns", wird Labbadia im kicker zitiert. "Da ist es entscheidend, was wir mit der Mannschaft machen. Wir sind darauf eingestellt, dass es kein Zuckerschlecken ist."


Sportvorstand Olaf Rebbe, der wohl nicht mehr lange seinen Aufgaben nachgehen wird, hatte vor dem Spiel in Mainz noch von dem Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen, gesprochen. Derartigen Träumereien kann Feuerwehrmann Labbadia hingegen nichts abgewinnen: "Wir dürfen jetzt nicht rumspinnen. Wir müssen die Situation annehmen." Einen Punkt Vorsprung haben die Wolfsburger auf Mainz, acht auf die beiden Schlusslichter Hamburg und Köln.