Die Spannungen zwischen der aktiven Fanszene und Hannover 96 nehmen weiter zu. Die Verwirbelungen innerhalb des Klubs scheinen nur noch sehr schwer zu kitten. Gerüchten zufolge denkt Horst Heldt durchaus darüber nach, seinen Posten als Sportvorstand aufgrund der Unruhen an den Nagel zu hängen. 96-Vereinboss Martin Kind verfolgt indes einen klaren Plan.


"Menschen singen gegeneinander, die Mannschaft ist total verunsichert", echauffierte sich 96-Sportchef Horst Heldt nach dem 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach heftig. "Mit was beschäftigen wir uns? Doch nicht mit Fußball! Das kotzt mich echt an, und das macht keinen Spaß." Spekulationen zufolge heißt es, dass Heldt durchaus mit dem Gedanken spielt, den Verein zu verlassen. ​Dem VfL Wolfsburg wird Interesse nachgesagt.

Hannover 96 v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Schmeißt Horst Heldt in Hannover hin?


96-Vereinschef Martin Kind verfolgt jedoch einen klaren Plan mit Heldt, dessen Vertrag eigentlich ausgedehnt werden soll. "Ich habe gespürt, dass er angegriffen ist. Ich kann es verstehen, auch wenn man sich in so einer Situation vielleicht nicht zwingend so äußern sollte", bezieht Kind im kicker Stellung. Den "weiten Weg", den das Oberhaupt nennt, will er weiter mit Heldt bestreiten.


Daran lässt Kind keine Zweifel. "Die radikalen Positionen scheinen sich ausgeprägt zu haben. Aber wir haben Ideen, die wir intensiv diskutieren", stellt der 73-Jährige in Aussicht. Einen zuvor verabredeten Dialog mit den aktiven Hannover-Fans sagte 96 jüngst ab. Im Heimspiel gegen Gladbach schwiegen die Anhänger erneut, skandierten unter anderem "Kind muss weg"-Rufe, die von den restlichen Fans mit „Ultras raus“-Sprechchören gekontert wurden. Kind & Co. sind gut beraten, eine schnellstmögliche Lösung zu forcieren – auch wegen Heldt.