Borussia Dortmunds Stammkeeper Roman Bürki sorgt für kontroverse Diskussionen. Der Schweizer Schlussmann spielt zwischen Genie und Wahnsinn und sorgt mit seinen Patzern immer mal wieder für Aufsehen. Abhilfe könnte Lukas Hradecky verschaffen, mit dem bereits erste Gespräche abgehalten wurden.


In welchem Ausmaß der BVB im kommenden Sommer die von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke propagierte Kaderjustierung vornehmen wird, zeigt sich in den kommenden Monaten. Durch das Karriereende von Roman Weidenfeller ist zumindest ein neuer Torhüter vonnöten. Laut kicker haben die Verantwortlichen noch keinen Konsens gefunden, ob ein Schlussmann mit Qualität zur Nummer eins oder eine junge, ambitionierte Lösung verpflichtet werden soll.

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Roman Bürki steht in der Kritik



„Wir haben in dieser Frage noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen“, sagt Sportchef Michael Zorc. „Wir schauen uns das noch ein bisschen an.“ Anschauungsunterricht gibt Lukas Hradecky, aktuelle Nummer eins bei Eintracht Frankfurt. Mit dem finnisch-slowakischen Ballfänger sollen bereits erste Gespräche bezüglich eines Sommerwechsel geführt worden sein. Auch Bayer Leverkusen wurde bereits als Interessent genannt.


Hradecky wäre die Lösung mit Stammplatzformat. Der 1,90m große Schlussmann würde nach der Saison zum Nulltarif kommen, da sein Vertrag bei der SGE ausläuft. „Lukas weiß, welchen Stellenwert er bei uns hat. Sicherlich sind wir immer bereit, mit ihm Gespräche zu führen. Grundsätzlich glaube ich, dass es schwer wird, mit ihm zu verlängern“, sagte Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner Mitte Dezember.


„Eine Woche bist du der Held, eine Woche bist du der Idiot“


Die Frankfurter Bestrebungen sind klar: Hradecky soll seinen Vertrag am liebsten langfristig verlängern. ​Überhaupt für Zündstoff in dieser Debatte sorgt Roman Bürki, die aktuelle Nummer eins des BVB. Der Schweizer leistet sich immer mal wieder große Aussetzer. „Eine Woche bist du der Held, eine Woche bist du der Idiot“, so der Eidgenosse, der nach seinem hervorragenden Spiel bei Borussia Mönchengladbach (0:1) im Europa-League-Spiel bei Atalanta Bergamo (1:1) zum wiederholten Mal einen Gegentreffer verschuldete.


Die Diskussionen um die Belegung der Dortmunder Torwartposition wird noch einige Wochen andauern. Zorc stellte bereits klar, man wolle die Situation weiterhin beobachten. ​Im Fall Hradecky, der in der neuen Saison gerne international spielen will, ist entscheidend, ob sich Frankfurt für den Europapokal qualifiziert oder nicht. Reicht es für den internationalen Wettbewerb, könnten die Chancen auf eine Verlängerung wieder ansteigen.