Mit einer Energieleistung hat der Tabellenletzte aus Köln mit 2:1 in Leipzig gewonnen und den Europapokal-Ambitionen der Gastgeber somit einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Die Geißböcke haben somit mit dem Hamburger SV nach Punkten gleichgezogen, während die Sachsen zunächst auf den sechsten Rang abrutschten.


RB Leipzig – 1.FC Köln 1:2 (1:0)


1:0 Augustin (5.) , 1:1 Koziello (70.) , 1:2 Bittencourt (76.)


Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl änderte seine Startaufstellung im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Neapel auf gleich fünf Positionen: Klostermann, Orban, Forsberg, Lookman und Augustin kamen für Konaté, Demme, Poulsen, Werner und Laimer in die Mannschaft. Bei Köln fiel die Rotation nach dem 1:1-Remis gegen Hannover 96 hingegen deutlich kleiner aus: Koziello und Jannes Horn begannen für Jojic und Özcan.

Mit der ersten Chance der Begegnung gingen die Gastgeber in Führung: Über halblinks setzte sich Bruma durch und flankte in Richtung Lookman. Der setzte das Leder mit der Fußspitze zwar an den rechten Pfosten, doch den Abpraller konnte Augustin im leeren Tor unterbringen. (5.)


Köln reagierte prompt und hatte in Form eines Terodde-Kopfballs nach knapp zehn Minuten eine erste gute Ausgleichschance. Insgesamt kamen die Gäste zunehmend besser ins Spiel und wussten die Leipziger in Schach zu halten. Nach vorne allerdings wurde es zu oft ungenau im Spiel der Geißböcke, weshalb mit Ausnahme des Terodde-Abschlusses zunächst nichts Nennenswertes vor Leipzig-Torhüter Gulacsi passierte.


Köln im Glück - Meré im Abseits


Und dann hatte der FC doch Glück: Ein Augustin-Schuss rauschte am Gästetor vorbei (20.), Sabitzer (31.) verzog nach feiner Bruma-Vorlage ebenso. Leipzig drängte nun auf den zweiten Treffer und vergab weitere hochkarätige Möglichkeiten in Person von Bruma (32.) und Forsberg (40.)

Die Kölner wiederum hatten den Torjubel schon auf den Lippen, doch Merés Ausgleichstreffer wurde nach eindeutiger Abseitsposition die Anerkennung verweigert. (45.)


Leipzig verliert den Faden 


Köln kam engagiert aus der Kabine, ohne sich jedoch zunächst wirkliche Chancen herauszuarbeiten. Aber die Geißböcke wirkten zumindest präsenter und aktiver und verstanden es auf der anderen Seite, den Leipziger Sturmlauf zunächst zu beenden. 


Chancen gab es aber erst nach gut einer Stunde: Zunächst zog Bruma (65.) vor dem FC-Tor drüber, dann verzog auf der Gegenseite der eingewechselte Bittencourt denkbar knapp. (67.) Ein Augustin-Schuss wurde zudem von Horn entschärft (68.)

Und dann belohnte sich der Tabellenletzte doch für einen im zweiten Durchgang deutlich verbesserten Auftritt: Eine Risse-Flanke konnte Kampl nur unrzueichend abwehren, der Franzose Vincent Koziello nahm das Leder rund zwanzig Meter vor dem Kasten der Gastgeber an und sorgte mit einem ordentlichen Hammer für kollektiven Jubel im Gästeblock. (70.)


Wer nun mit wütenden Sturmläufen der favorisierten Gastgeber rechnete, der sah sich schnell eines besseren belehrt. Im Gegenteil: Die Kölner hatten nun sprichwörtlich "Blut geleckt" und drehten das Spiel kurz darauf komplett. Risse bediente Bittencourt mustergültig - und der sorgte bei seinem Comeback für die Führung der Geißböcke. (76.)

Leipzig drückte nun, allerdings ohne die ganz großen Möglichkeiten heraufzubeschwören. Ein Kampl-Schuss (85.) aus spitzem Winkel blieb die einzige erwähnenswerte Szene. Und so stand unter dem Strich der zweite Auswärtssieg der Saison für den 1.FC Köln, der mit Glück in der ersten und Leidenschaft und Mut in der zweiten Halbzeit als keinesfalls unverdient zu bewerten ist.