Der heutige Fußball-Sonntag steht in England ganz im Schatten des League-Cup-Finals zwischen dem FC Arsenal und Manchester City. Neben dem sportlichen Stellenwert der Begegnung wird insbesondere ein Blick auf City-Coach Pep Guardiola gerichtet, der zuletzt die Verantwortlichen des englischen Fußballverbandes gegen sich aufgebracht hat. 


Stein des Anstoßes ist eine gelbe Schleife, ​​die Guardiola bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich trägt. Eben jene Schleife symbolisiert Guardiolas Sympathie mit den in seiner Heimat verhafteten Politikern, die eine Unabhängigkeit Kataloniens mittels eines Referendums durchsetzen wollten.

„Wenn sie mich dafür bestrafen wollen, die UEFA, FIFA, die Premier League oder wer auch immer, bitte schön, dann sollen sie doch“, äußert der Erfolgscoach unbeeindruckt. Zuletzt wurde er nach der FA-Cup-Niederlage bei Wigan ermahnt.


„Ich tue das, weil in Spanien zwei Menschen, die sich für den Willen des Volkes einsetzen, inhaftiert wurden. Solange sie nicht entlassen wurden, werde ich die Schleife nicht abnehmen“, gibt sich Guardiola kämpferisch.

Die FA soll sich in erster Linie am Tragen der Schleife im Rahmen des eigentlichen Spielgeschehens stören. Auf Pressekonferenzen hingegen sei dies kein Problem, laut einem Bericht der Times. Sollte sich Guardiola trotz aller Drohungen weiter widersetzen, droht ihm jedoch eine Suspendierung durch den englischen Verband. 


Guardiola selbst möchte sein Augenmerk weg von politischen Diskussionen und hin zum Endspiel gegen Arsenal legen. „Finalspiele sind besonders. In solchen Spielen zeigt sich, wie mutig Spieler sind“, erklärte der Spanier, der unbedingt seinen ersten Titel seiner Manchester-City-Amtszeit einfahren möchte.