Die Zeiten, in denen Nachwuchsspieler beim FC Bayern mehr oder minder ohne große Umwege von der Jugendabteilung des Rekordmeisters in den Profikader aufstiegen, schienen in den vergangenen Jahren endgültig der Vergangenheit anzugehören. Und doch unternimmt der Klub in letzter Zeit viele Bemühungen, eben jenes Status Quo abzuändern. Eine der Triebfedern: Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.


Gegenüber Sky äußerte sich „Brazzo“ vielsagend zum aktuellen A-Jugend-Kader der Münchner. „Wir haben gute Jungs, aber es ist bei der Qualität in unserem Kader schwierig“, ließ der 41-Jährige wissen. „Ich habe aber auch den Spielern und Trainern gesagt, dass wir immer ein oder zwei Plätze im Kader haben, die wir für die Top-Talente freihalten. Die müssen natürlich richtig gut sein“, führte Salihamidzic weiter aus.

In München wartet man sehnsüchtig auf den nächsten Youngster mit dem vielzitierten „Stallgeruch“. Spieler wie Thomas Müller oder David Alaba, die neben ihrer sportlichen Qualität auch eine Verkörperung der „Mia-San-Mia“-Mentalität darstellen, gehören ebenso zum Selbstverständnis des Branchenprimus wie millionenschwere Neuzugänge.


U18-Nationaltorhüter Christian Früchtl saß in dieser Saison zumindest schon auf der Bank der Bayern, ebenso U19-Nationalspieler Felix Götze. Und auch Niklas Dorsch und Fabian Benko standen schon in Bundesliga bzw. Pokal neben den arrivierten Bayern-Stars im Kader. Ein Einsatz für das Quartett blieb indes noch aus – aber was nicht ist, kann ja noch werden.