​Am Samstagnachmittag konnte sich der VfB Stuttgart zuhause gegen Eintracht Frankfurt durchsetzen. Nach einer Unkonzentriertheit der Hessen konnte Erik Thommy den Aufsteiger in der 13. Spielminute in Führung bringen. In der Folge zeigten sich die Schwaben gegen harmlose Frankfurter in der Defensive äußerst stabil.


VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Thommy (13.)


Bei den Gastgebern setzte Trainer Tayfun Korkut auf das selbe Personal, welches am 23. Spieltag beim FC Augsburg den ersten Auswärtsdreier in der Saison holen konnte. Holger Badstuber kam somit neben Santiago Ascacibar erneut im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.


Bei der Eintracht stellte Trainer Niko Kovac hingegen im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen RB Leipzig auf zwei Positionen um. In der Defensive kehrte Marco Russ für Carlos Salcedo in die Startelf zurück. Aufgrund einer Gelb-Sperre stand den 'Adlern' Kevin-Prince Boateng nicht zur Verfügung. Für den 30-Jährigen durfte Mijat Gacinovic von Beginn an ran.


Vor 55.418 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena kamen die Hessen etwas besser in die Partie und versuchten die Gastgeber früh unter Druck zu setzen. Beide Mannschaften boten jedoch nur wenig Räume an und so konnten sich beide Teams nur selten ins letzte Angriffsdrittel durchkombinieren. Nach acht Minuten hatten die Frankfurter Fans dennoch bereits den Torjubel auf den Lippen. Ein satter Distanzschuss von Danny da Costa aus gut 25 Metern Torentfernung touchierte jedoch nur die Latte des VfB.


Nach 13 Spielminuten stellten die Gastgeber den Spielverlauf auf den Kopf und konnten mit der ersten Chance den 1:0-Führungstreffer erzielen. Nach einem unnötigen Ballverlust von Timothy Chandler konnte sich Daniel Ginczek im Laufduell gegen David Abraham durchsetzen und umkurvte Eintracht-Keeper Lukas Hradeck. Den Schuss aus spitzem Winkel konnte Marco Russ zwar auf der Torlinie noch klären, Erik Thommy schaltete jedoch am schnellsten und schob das 

Leder aus einem Meter über die Linie.

VfB Stuttgart v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Erik Thommy profitierte bei seinem Treffer von einer Fehlerkette der Eintracht



Der Treffer gab den Stuttgartern Selbstvertrauen und so übernahmen sie in der Folge die Kontrolle über das Spiel. Die Schwaben erarbeiteten sich viele Standards, ohne dabei echte Gefahr entwickeln zu können. Gegen den Ball standen die Männer mit dem roten Brustring tief und zeigten sich mannschaftlich sehr geschlossen. Bis zur Mitte der ersten Hälfte konnten die 'Adler' mit Ausnahme des Distanzschusses von da Costa keine nennenswerte Offensivaktion vorweisen.


In der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte konnte sich sich das Team von Trainer Niko Kovac wieder die Feldhoheit erarbeiten. In der 32. Spielminute konnte sich Ante Rebic in einem direkten Duell gegen Benjamin Pavard durchsetzen. Der Kroate legte sich den Ball aber zu weit vor und VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler war zur Stelle. Ansonsten war die Viererkette der Schwaben in den meisten Fällen Herr der Lage und so ging das effektivere Team mit einer Führung in die Pause.


Kovac wechselt offensiv -  Druck bleibt jedoch aus


Niko Kovac wechselte zum Seitenwechsel mutig und brachte mit Marco Fabian einen weiteren Offensivspieler. Abwehrspieler Marco Russ musste für den Mexikaner weichen. Die erste dicke Chance in der zweiten Halbzeit, hatten aber die Gastgeber bereits nach einer Minute. Daniel Ginczek umkurvte nach einer Vorlage von Mario Gomez ein weiteres Mal Lukas Hradecky. Danny da Costa rettete für die Eintracht jedoch auf der Linie.


In der Defensive ließen die Stuttgarter Zu Beginn der zweiten Spielhälfte nur wenig anbrennen. Das Innenverteidiger-Duo aus Benjamin Pavard und Timo Baumgartl meldete den Angriff der Hessen über weite Strecken komplett ab. Im Spiel der Eintracht wurde der am Fuß verletzte Omar Mascarell schmerzlich vermisst. Der Spanier hatte in der Vergangenheit oftmals mit einem tödlichen Pass ansonsten sattelfeste Defensivreihen geknackt.

FBL-GER-BUNDESLIGA-STUTTGART-FRANKFURT

In der Offensive fiel der Eintracht gegen defensivstarke Schwaben nur sehr wenig ein



in der 65. Spielminute brachte Niko Kovac Luka Jovic für den komplett blassen Sebastien Haller.

Das Spiel flachte in der Folge immer mehr ab. Bei den Frankfurtern konnten nur wenige Spieler an ihre gute Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen. Beim VfB rieben sich Mario Gomez und Daniel Ginczek vorne auf, ohne von ihren Mitspielern häufig in Szene gesetzt zu werden. Hinten zeigte sich das Team von Trainer Tayfun Korkut aber erneut extrem sattelfest.


In der 79. Spielminute wurde es für den VfB aber doch einmal brenzlig. Nach einer Hereingabe von Simon Falette kam Luka Jovic zum Abschluss. Benjamin Pavard konnte sich jedoch in den Schuss werfen und die Szene entschärfen.Ansonsten konnten sich die Gäste keine weiteren Torchancen erarbeiten - für eine Mannschaft, die im nächsten Jahr gerne europäisch spielen will deutlich zu wenig. Die Gastgeber hingegen konnten sich über den dritten 1:0-Sieg in Folge freuen und machten einen weiteren Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. 


Spieler des Spiels:

Daniel Ginczek bereite durch eine Energieleistung den 1:0 Siegtreffer durch Erik Thommy vor. In der zweiten Halbzeit hatte er das 2:0 auf dem Fuß und scheiterte knapp. Ein unermüdlicher Auftritt des bulligen Angreifers.


Flop des Spiels:

Sebastien Haller konnte gegen die starke Defensive der Schwaben seine Qualitäten nicht auf den Rasen bringen und wurde nach einer schwachen Leistung in der 65. Spielminute ausgewechselt.


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