HAMBURG, GERMANY - SEPTEMBER 30: Andre Hahn of Hamburg (l) fights for the ball with Milos Veljkovic of Bremen during the Bundesliga match between Hamburger SV and SV Werder Bremen at Volksparkstadion on September 30, 2017 in Hamburg, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Abstiegskracher am Osterdeich: 10 Fakten zum Nordderby zwischen Bremen und dem HSV

Am heutigen Samstagabend kommt es zum ultimativen Absiegskampfduell zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV. Selten war das Aufeinandertreffen der beiden Nordklubs auch sportlich so brisant.

1. Tradition pur

Keine andere Begegnung in der Bundesliga hat eine so bewegte Vergangenheit wie das Nordderby. Der Hamburger SV war stets in der ersten Liga und auch Werder Bremen verpasste nur eine einzige Spielzeit. 107 Mal trafen beide Vereine im deutschen Oberhaus bereits aufeinander.

2. Bilanz spricht knapp für Werder

Von den 107 Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften konnten die Bremer 38 Spiele für sich entscheiden. 34 Mal gingen hingegen die 'Rothosen' als Sieger vom Platz. 35 Partien endeten Unentschieden. Jedoch konnten die Hamburger dabei insgesamt zwei Treffer mehr erzielen als die Werderaner.

3. Hinspiel endete torlos

Das Hinspiel am 7. Spieltag war alles andere als ein Leckerbissen. Beide Mannschaften boten sich einen intensiven Kampf und schossen dabei auch mal über das Ziel hinaus. Im Abschluss offenbarten beide Mannschaften dabei ihre Schwächen, wobei die Hamburger dem Siegtreffer etwas näher waren als die Bremer.

4. Bernd Hollerbach erwartet heißen Tanz

Bernd Hollerbach stand als Spieler für den HSV in neun Nordderbys gegen des SV Werder Bremen auf dem Rasen. Als Trainer der Hamburger wartet der 48-Jährige nach vier Spielen auf den ersten Sieg. Dass Partie heute Abend bezeichnete der Deutsche gegenüber bundesliga.com als "ein wichtiges Spiel, bei dem alles passieren kann." Man müsse daher "mit kühlem Kopf rangehen, aber mit heißem Herzen."

5. Vorfreude bei Florian Kohfeldt

Beim Hinspiel in Hamburg saß bein den Bremern noch Alexander Nouri auf der Trainerbank. Das Rückspiel ist für Florian Kohfeldt das erste Nordderby als Cheftrainer. Dementsprechend groß ist bei dem 35-Jährigen laut bundesliga.com die Vorfreude: " Ich hoffe auf ein gutes Spiel mit vielen positiven Emotionen. Ich freue mich schon, wenn wir am Hotel losfahren und die Stimmung aufsaugen können. Ich freue mich wirklich sehr auf die Partie. Wir werden versuchen spielerische Lösungen zu finden und gehen mit dem Anspruch in die Partie, als Sieger vom Platz zu gehen."

6. Aaron Hunt gegen seine alte Liebe

Aaron Hunt dürft sich heute Abend auf einige Pfiffe gefasst machen. Schließlich beging er die aus Bremer Sicht Todsünde zum HSV zu wechseln. Das Nordderby ist für den 31-Jährigen gewohntes Terrain. Der ehemalige Nationalspieler hatte bereits 14 Mal das Vergnügen, zwölf davon im Werder-Dress.

7. Junuzovic rechtzeitig fit - Ekdal fraglich

Werder-Kapitän Zlatko Junzovic dürfe nach überstanden Oberschenkelproblemen wieder rechtzeitig fit werden. Ob er jedoch wieder von Beginn an ran darf, bleibt abzuwarten. Beim HV droht Albin Ekdal auszufallen. Der defensive Mittelfeldspieler Walace reiste unter der Woche zu seiner Frau nach Brasilien, soll dennoch heute Abend in der Startelf stehen. 

8. Max Kruse gegen seinen Lieblingsgegner

Max Kruse ist im Hamburger Umland geboren und war in seiner Jugend ein glühender Anhäger des HSV. In seiner Profikarriere sorgte er bei den Hamburgern aber für Angst und Schrecken. In zwölf Spielen gegen die 'Rothosen' gelangen dem 29-Jährigen vier Treffer. Dabei ging er sieben Mal als Sieger vom Platz und spielte fünf Mal Unentschieden, ist somit also gegen den großen Rivalen noch ungeschlagen.

9. Vorentscheidung im Abstiegskampf

Vor dem 24. Spieltag liegt Werder Bremen auf Platz 16 sieben Zähler vor dem Vorletzen aus Hamburg. Durch einen Sieg könnten sich die Werderaner somit ein gutes Stück absetzen. Gelingt den Hamburgern jedoch der wichtige Auswärtssieg wird es beim Kampf um den Relegationsplatz nochmal eng.

10. Hochrisikospiel: Ausschreitungen befürchtet

Beim Nordderby handelt es sich um ein Hochrisikospiel. Die Bremer Polizei rechnet mit 600 gewaltbereiten Fans aus beiden Fanlagern  und hat Maßnahmen ergriffen um die Situation zu deeskalieren. So sollen beide Fanguppen möglichst effektiv voneinander getrennt werden und auch die Anreise der Hamburger Anhänger wurde reglementiert.