Thomas Müller hat seine Durststrecke endgültig hinter sich gelassen. Der Bayern-Stürmer trifft wieder von Spiel zu Spiel - in seiner typisch unkonventionellen Manier. Sollte er am Samstag (15:30 Uhr) gegen Hertha BSC das Runde erneut ins Eckige befördern, würde er mit FCB-Legende Dieter Hoeneß gleichziehen. Müllers 102. Bundesliga-Treffer ist nur eine Frage der Zeit.


Es gab eine Zeit unter Trainer Carlo Ancelotti, in der Thomas Müller nicht an seine vorherige Trefferquote anknüpfen konnte. Ganz im Gegenteil: Dem Weltmeister gelang so gut wie nichts und auf einmal fand er sich auf der Ersatzbank wieder. Inzwischen hat er seinen Torriecher wiederentdeckt - wie zuletzt ​beim 5:0 in der Champions League über Besiktas Istanbul zu beobachten war.


In der Bundesliga ist Müller momentan auf dem besten Weg, sein Torekonto in dieser Saison stetig aufzustocken (bisher "nur" fünf Treffer). Insgesamt gibt es ohnehin nur vier Bayern-Legenden, die noch häufiger einnetzen konnten. Und mit einem dieser großen Namen könnte Thomas Müller bereits an diesem Spieltag gleichziehen: Dieter Hoeneß. 

Mit 101 Toren fehlt dem 28-Jährigen nur noch ein Bundesliga-Tor, um die Hoeneß-Marke zu egalisieren. Trifft er gegen die Hauptstädter doppelt, gehört ihm Platz Vier der ewigen bajuwarischen Bestenliste sogar ganz alleine. Dann könnte er sich voll darauf konzentrieren, den Druck auf Roland Wohlfarth zu erhöhen, der mit 119 Toren aktuell auf dem Treppchen steht.


Nur der "Bomber der Nation" ist unerreichbar


Lediglich Platz zwei und insbesondere Platz eins kann sich Müller vorerst abschminken. FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge (162 Tore) und Gerd Müller (365) sind weit entfernt. Mit seinen 28 Jahren hat dessen Namensvetter im Optimalfall zwar noch etwas Zeit, doch der "Bomber der Nation" ist und bleibt unerreichbar.

Germany's striker Thomas Mueller (R) and

Damals wie heute: Es "müllert" beim FC Bayern



Thomas Müller sollte sich übrigens nicht zu sehr auf seinen wohlverdienten Lorbeeren ausruhen, da ihm ein Teamkollege dicht auf den Fersen ist. Die Rede ist von Robert Lewandowski, der in 118 Bundesligaspielen 97-mal für den FCB treffen konnte. Der vereinsinterne Konkurrenzkampf um die ewige Torjägerliste ist also entfacht.