Der Einstand von Bruno Labbadia als Trainer des VfL Wolfsburg verlief am Freitagabend ordentlich. Mit dem 1:1 beim FSV Mainz 05 konnte ein direkter Abstiegskonkurrent auf Distanz gehalten werden. Doch was viel wichtiger war - zumindest nach Meinung von Kapitän Paul Verhaegh: Der neue Coach "hatte einen Plan".


Böse Zungen behaupten: Mit dem Unentschieden hat Bruno Labbadia bewiesen, dass er gut zum VfL Wolfsburg passt. Die Wölfe sind mit nun 13 Punkteteilungen nämlich die Remis-Könige der Bundesliga, Vorgänger Martin Schmidt startete mit sieben Unentschieden in Folge. Davon ist Labbadia zwar noch ein ganzes Stück entfernt, doch den Trend setzte er zunächst einmal fort.

Natürlich konnte er ​in den wenigen Tagen seit seiner Amtsübernahme noch nicht allzu viel bewegen, das braucht nun einmal Zeit. Doch immerhin zeigte das Bruno-Debüt, dass der neue Coach offensichtlich die richtigen Worte gefunden hatte. "Der Trainer macht einen guten Eindruck und hatte einen Plan. Er hat uns gut eingestellt", erklärte Paul Verhaegh nach dem Spiel.


Labbadia lobt den Super-Start und hadert mit dem Spielverlauf


Diesen Plan durften die mitgereisten Wölfe-Anhänge erstmals nach acht Minuten bewundern, als William das 0:1 von Brekalo einleitete. Mit diesen beiden Personalien bewies Labbadia direkt ein goldenes Händchen, schließlich hatte er die Protagonisten des Treffers erst in die Startelf befördert. Lange Zeit ging der Labbadia-Plan auf. "Wir sind wirklich gut uns Spiel gekommen und haben viele Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, umsetzen können", wird der neue Chefcoach auf der ​offiziellen Wolfsburg-Webseite zitiert.

1. FSV Mainz 05 v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Goldenes Händchen: Mit Torschütze Brekalo setzte Labbadia auf den richtigen Mann.



Das hohe Niveau der Anfangsphase konnten die Autostädter über 90 Minuten allerdings nicht bestätigen. Daher haderte Labbadia auch ein wenig mit dem Spielverlauf: "Dann haben wir ein total blödes Tor kassiert. Die Enttäuschung darüber hat man der Mannschaft angemerkt. In der zweiten Halbzeit hat Mainz das Spiel weiter nach vorn verlagert und mehr gepresst. Wir konnten uns nicht mehr so gut befreien, hatten aber sehr viele Konterchancen. Deswegen ist es schade, dass wir das Spiel nicht für uns entschieden haben."