​Beim 5:0-Sieg im Champions-League-Achtelfinale gegen Besiktas Istanbul ​ verzichtete Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes auf die beiden Routiniere Franck Ribery und Arjen Robben. Allen voran letzterer zeigte sich nach der Partie über die Entscheidung des 72-Jährigen ​​wenig begeistert, doch vor dem Liga-Duell gegen Hertha BSC Berlin war Heynckes um Beschwichtigung bemüht.

Kingsley Coman statt Franck Ribery, James Rodriguez anstelle von Arjen Robben - die Aufstellung des FC Bayern München im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League gegen Besiktas Istanbul überraschte ob der Rotation im vorherigen Spiel beim VfL Wolfsburg, in dem sowohl Ribery als auch Robben von Anfang an begannen, wenig, ​doch allen voran der Niederländer machte seinem Ärger Luft: "Wenn ich jetzt meine Emotionen ausspreche, dann bin ich morgen bei Brazzo (Hasan Salihamidzic, Sportdirektor, d. Red.) oder Herrn Rummenigge und dann weiß ich nicht, was es dann gibt", so der 34-Jährige bei Sky. Er sei nun mal "ein Profi" und arbeite "jeden Tag für diese Spiele", daher sei der Ärger bei ihm besonders groß.

​Jupp Heynckes nahm den Frust seines Schützlings jedoch gelassen: "
Es ist nichts passiert, alles ist bestens. Arjen ist ein Vorbild mit seinem Engagement für alle", so der 72-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC. Er habe bereits vor dem Auswärtsspiel in Wolfsburg "lange mit ihm gesprochen", so Heynckes laut Sport1, der im Anschluss von Robben schwärmte: "Man muss den Spielertypen sehen. Er hat einen Körper, da würde sich jeder Bildhauer glücklich schätzen, ihn als Modell zu haben. Er ist ein Vorbild für die jungen Spieler."

Die Kritik des Niederländers werde ohnehin "überbewertet. Es gibt keine umfangreichen Themen für die Medien. Dann klammert man sich an so etwas fest", so Heynckes, der noch einmal betonte: "Unser Betriebsklima ist in keiner Weise gestört. Wenn Spieler sehr ehrgeizig und professionell sind, ist das absolut nachvollziehbar. Damit gehe ich gelassen um. Das motiviert eher die ganze Truppe, Konkurrenzkampf ist immer gut."


​​​Das Spiel gegen den amtierenden türkischen Meister sei "eine Momentaufnahme" gewesen, sagte Heynckes. "Das war das erste Champions-League-Spiel des Jahres und wir werden in dieser Saison noch viel Freude an Ribery und Robben haben", führte der Erfolgstrainer der Münchner fort. "Das werden ganz wichtige Spieler. Sie haben große Erfolge mit dem Verein gefeiert und ich habe keine Planungen, wie ich sie langfristig sehe. Sie werden ganz wichtig für das Team werden." Gut möglich also, dass beide daher bereits am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha auf dem Platz stehen und dem Tabellenführer die sechste Meisterschaft in Serie ein Stück näher bringen werden.