Jupp Heynckes bleibt ganz gelassen. Während in den Medien nach dem Beraterwechsel von Torjäger Robert Lewandowski wild über einen möglichen Transfer zu Real Madrid spekuliert wird, kann der Bayern-Coach die Aufregung nicht verstehen. Er glaubt nicht, dass es eine Chance für einen vorzeitigen Abschied des Polen gibt.


Nach dem Wirbel um den am Donnerstag öffentlich gewordenen Beraterwechsel von Robert Lewandowski äußerte sich Jupp Heynckes am Freitag zu seinem Top-Torjäger. Auf der Pressekonferenz vor dem ​Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr) gab sich die Trainer-Ikone des FC Bayern gelassen. "Es ist ja nun erlaubt, dass ein Spieler mal seinen Berater wechselt, aus welchen Gründen auch immer - das kann ich nicht beurteilen. Aber das bedeutet doch im Moment überhaupt nichts", wollte der 72-Jährige die aufkochenden Spekulationen nicht teilen.

​Lewandowski wird künftig von Star-Berater ​Pinhas Zahavi vertreten, der vergangenen Sommer den Weltrekordtransfer von Neymar zu Paris Saint-Germain eingefädelt hatte. In einem Interview mit der polnischen Zeitung Przeglad Sportowy deutete der Israeli an, dass Lewandowski einen Wechsel zu Real Madrid anstrebe. "Die besten Vereine der Welt wollen ihn. Real Madrid? Wir werden sehen. Ich muss jetzt aber meine Arbeit machen“, so der 74-Jährige.


Geht es nach Heynckes, wird es dazu aber nicht kommen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine Chance gibt", meinte der Bayern-Coach angesichts von Lewandowskis bis 2021 laufenden Vertrages. "So wie ich die Verantwortlichen kenne und auch gehört habe, ist der FC Bayern kein Verkäufer seiner Spieler, sondern will die Topspieler halten - und wird sie auch halten", betonte er.


Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß werden mit Sicherheit alles dafür tun, um einen Wechsel des Bayern-Torjägers zu verhindern. Die Zukunft wird zeigen, ob man an der Säbener Straße standhalten kann, sollten die Königlichen in Sachen Lewandowski wirklich ernst machen.