​Am Samstagabend empfängt der SV Werder Bremen zuhause den Hamburger SV zum 108. Nordderby. Neben der ohnehin ​großen Rivalität der beiden Fanlager ist auch die sportliche Lage bei beiden Mannschaften äußerst angespannt. Die Polizei geht daher von einem erhöhten Gefahrenpotenzial aus.


Die Bremer Polizei hat das Spiel bereits im Vorfeld als ein Hochrisikospiel eingestuft und schätzt die Gefahr, dass es zu Ausschreitungen zwischen den beiden Fanlagern kommen wird, als besonders hoch ein. Laut einer offiziellen Mitteilung der Polizei rechnen die Sicherheitsbehörden mit "mindestens 600 gewaltbereiten Anhängern aus dem Umfeld beider Vereine."

Anlass zur Sorge machte auch der versuchte Platzsturm der HSV-Anhänger nach der 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vorangegangenen Spieltag. Die Hamburger Sicherheitskräfte konnten jedoch rechtzeitig eingreifen. Auch die Kollegen in Bremen haben bereits ein Konzept für eine mögliche Deeskalation am Wochenende ausgearbeitet.


Demnach wird alles unternommen um beide Fangruppen möglichst effektiv voneinander zu trennen. So wurde den mitgereisten HSV-Fans ein Fanmarsch vom Hauptbahnhof zum Weserstadion untersagt. Die Anhänger des 'Bundesliga-Dinos' sollen stattdessen mithilfe von extra eingerichteten Shuttle-Bussen zum Stadion gebracht werden. 

Auf dem Weg nach Bremen müssen sich die Zugreisenden des HSV ebenfalls auf Einschränkungen gefasst machen. So hat die Bundespolizei bereits am Mittwoch bekannt gegeben, dass an allen Bahnhöfen zwischen Hamburg und Bremen ein temporäres Mitführverbot von Glasflaschen, Getränkedosen, pyrotechnischen Gegenständen, Schutzbewaffnung und Vermummungsgegenständen in Kraft tritt.


Auch im Stadionbereich soll durch Sichtschutzzäune gewährleistet werden, dass sich die rivalisierenden Fans nicht gegenseitig anstacheln können und es nicht zu gewalttätigen Übergriffen kommt. Für das Spiel werden die Bremer Polizisten zudem durch Kollegen aus anderen Bundesländern unterstützt.