Am Ende wurde es zu einer Zitterpartie. RB Leipzig zieht trotz einer 0:2-Pleite gegen SSC Neapel ins Achtelfinale der Europa League ein. Napoli-Star Lorenzo Insigne beschwerte sich nach dem Spiel über Provokationen von der Leipziger Trainer-Bank. "Er hat mich verspottet", klagte er über RB-Assistent Zolt Löw.


Lorenzo Insigne ist einer der Stars des SSC Neapel. Der 1,63 Meter kleine Außenstürmer des italienischen Tabellenführers musste mit seinem Team als einer der Favoriten auf die Europa League schon in der Zwischenrunde die Segel streichen. ​Trotz eines 2:0-Erfolges im Rückspiel schied Neapel gegen RB Leipzig aus. Dem Vizemeister reichte die Niederlage dank des 3:1-Sieges aus dem Hinspiel.


Während RB ins Achtelfinale marschiert, können sich die Italiener nun ganz der Meisterschaft widmen. Napoli wartet seit 1987 auf den dritten Serie-A-Titel - damals noch mit dem argentinischen Superstar Diego Maradona. Derzeit liegt Insignes Team einen Zähler vor Rekordmeister Juventus Turin.


Insigne sauer über Provokationen von RB-Co-Trainer


Der italienische Nationalspieler zeigte sich über das Ausscheiden gegen RB dennoch bitter enttäuscht. "Wir haben so viel Potenzial und hätten es bis ins Finale schaffen können, aber im Hinspiel haben wir einfach zu viele Fehler gemacht", sagte der 26-Jährige zu Sky Sport Italia"Das ist schade. Heute Abend haben wir unser Herz und unseren Charakter gezeigt, und dass wir es mit jedem aufnehmen können", so Insigne weiter.

Erbost war er auch über das Verhalten der Gastgeber, die im Rückspiel "nichts für das Spiel getan" hätten. "Der Leipziger Co-Trainer hat mich provoziert", klagte der SSC-Star, der ab der 65. Minute die Kapitänsbinde vom ausgewechselten Marek Hamsik übernahm. Gemeint war Hasenhüttls Assistent Zsolt Löw. "Er zwinkerte mir zu und schickte Küsse. Er hat mich verspottet. Wenn man die Paarung für sich entscheidet, sollte man den Mund halten und seinen Gegner respektieren", befand Insigne.


Der 21-fache Nationalspieler der Squadra Azzurra musste am Ende aber festhalten, dass RB aufgrund des Hinspiels verdient weitergekommen sei. Über die Provokation von der Leipziger Trainer-Bank war er dennoch stinksauer.