Schwere Vorwürfe von Michy Batshuayi. Der BVB-Torjäger behauptet, im Europa-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo von den italienischen Fans mit Affenlauten rassistisch beleidigt worden zu sein. Atalanta-Präsident Antonio Percassi entschuldigte sich umgehend beim Belgier. Die Anhänger der Norditaliener sind kein unbeschriebenes Blatt.


​Der BVB steht im Achtelfinale der Europa League. ​Dank eines glücklichen 1:1-Unentschieden setzte sich die Borussia am Donnerstagabend gegen Atalanta Bergamo durch. Rückkehrer Marcel Schmelzer erzielte in der 83. Minute den goldenen Ausgleichstreffer.


Für den Tabellenachten der Serie A könnte die Partie trotz des Ausscheidens ein Nachspiel haben. BVB-Torjäger Michy Batshuayi erhob nach dem Spiel schwere Vorwürfe gegen die Atalanta-Anhängern. Der belgische Nationalspieler behauptet, rassistisch beleidigt worden zu sein. "2018 und ihr macht auf den Rängen Affenlaute ... wirklich?!", schrieb der 24-Jährige auf Twitter. "Ich hoffe, ihr habt Spaß dabei, die restlichen Spiele der Europa League im Fernsehen zu schauen, während wir weiter sind."

Die Fans der Norditaliener würden nicht zum ersten Mal negativ auffallen. Der italienische Verband verhängte eine Blocksperre, nachdem vor einem Monat Napolis Kalidou Koulibaly im Serie-A-Spiel rassistisch beleidigt wurde. Bergamos Präsident Antonio Percassi gab sich bestürzt: "Ich habe es nicht gehört, um ehrlich zu sein", meinte der frühere Atalanta-Profi und heutige Geschäftsmann zu den Vorwürfen. "Wenn es passiert ist, macht mich das traurig. Ich entschuldige mich bei Batshuayi. Das darf niemals vorkommen", sagte der 64-Jährige weiter. Ob die UEFA Ermittlungen aufnimmt, steht noch nicht fest.


Schon vor dem Anpfiff zündeten beide Fan-Lager Bengalos. Eine Leuchtrakete verfehlte dabei Atalanta-Profi Hans Hateboer nur knapp. Das Spiel musste im Mapei Stadium-Città del Tricolore in Reggio Emilia ausgetragen werden, weil das Stadio Atleti Azzurri d’Italia - Bergamos eigentliche Heimspielstätte - nicht den UEFA-Richtlinien entspricht.