Nein, eine Erfolgsgeschichte ist die Liaison zwischen Benedikt Höwedes und Juventus Turin noch lange nicht. Der Nationalspieler kommt rund ein halbes Jahr nach seinem Wechsel zum italienischen Branchenführer auf lediglich einen Ligaeinsatz. Immer wieder wurde Höwedes durch diverse Verletzungen außer Gefecht gesetzt – zuletzt musste er nach einem Muskelfaserriss fast drei Monate pausieren.


Nun ist der 29-Jährige zurück. Gegenüber der Presseabteilung der „alten Dame“ äußerte sich Höwedes zu seinem Gesundheitszustand. „Aktuell fühle ich mich sehr gut. Ich bin sehr glücklich wieder bei der Mannschaft zu sein“, erklärte der Nationalspieler. Und weiter: „Ich komme immer näher ran, habe zuletzt anderthalb Wochen am Stück am Mannschaftstraining teilnehmen können.“

Höwedes schwärmt von der Stadt Turin und der Lebensqualität, die diese mit sich bringt. „Die Berge sind sehr nah, man hat im Grunde immer einen tollen Ausblick. Außerdem scheint die Sonne fast durchgehend. Das bin ich aus der Heimat nicht gewohnt“, erläuterte Höwedes, nicht ohne verschmitzt zu lächeln.


Durch seine deutschsprachigen Kollegen Sami Khedira, Stephan Lichtsteiner oder Mario Mandzukic sei ihm die Integration nicht schwer gefallen, erklärt Höwedes, der inzwischen auch ein paar Brocken italienisch spricht.

Sein Verhältnis zu Juventus-Trainer Massimiliano Allegri sei „sehr gut“. „Er ist ein sehr erfahrener und erfolgreicher Trainer, der schon so einige Titel gesammelt hat“, betonte Höwedes. Für den weiteren Saisonverlauf erwartet der gebürtige Halterner einen Zweikampf mit dem SSC Neapel.


Seine Anfangszeit bei Juventus bezeichnet Höwedes als „enttäuschend“, da er selbstredend auf dem Platz stehen wollte – und nicht im Reha-Zentrum. Und dennoch lobte er die „Juventus-Familie“, bestehend aus Kollegen, Therapeuten und Ärzten, die ihn in dieser schweren Zeit stets unterstützt habe.