Schwere Zeiten für Dominic Maroh - nicht nur wegen der sportlichen Lage des 1.FC Köln. Der Innenverteidiger muss sich derzeit unter FC-Coach Stefan Ruthenbeck mit der Backup-Rolle zufrieden geben. Grund dafür ist auch seine Zwangspause im Winter. Am Saisonende läuft der Vertrag des Routiniers aus - Zukunft ungewiss.


Eine Oberschenkelverletzung vor dem 13. Spieltag Ende November stoppte Dominic Maroh, der zuvor als Führungsspieler mitten in der Kölner Krise voranging. Mitte Januar kehrte der 30-jährige Innenverteidiger zurück, muss sich unter Stefan Ruthenbeck aber hinten anstellen. Gegen den FC Augsburg kehrte Maroh am 20. Spieltag zwar in den Kader zurück, wartet seither aber auf seinen ersten Einsatz im Jahr 2018. Der neue FC-Coach setzt in der Abwehrzentrale neben Dominique Heintz auf den spanischen Sommer-Neuzugang Jorge Meré. 


Am vergangenen Samstag baute Ruthenbeck erstmals in der Rückrunde auf eine Dreierkette. ​Gegen Hannover rückte der Däne Frederik Sörensen etwas nach innen. Für Maroh bleibt derzeit nur die Rolle des Backups. "Er muss einfach Ruhe bewahren. Es wird mit Sicherheit Momente für ihn geben. Das ist auch so mit ihm besprochen", wird Ruthenbeck von ​Geissblog.Koeln zitiert. Der FC-Trainer sei froh "so einen erfahrenen Spieler wie ihn hinten dran zu haben, den wir dann reinwerfen können“. 

Ruthenbeck schickte gleich auch eine Warnung an seine Stammspieler hinterher: "So ein Spiel wie gegen Frankfurt im Abwehrverhalten geht nicht", meinte der 45-Jährige. Vorerst will er aber wohl weiter auf die derzeitige Besetzung bauen und erklärte auch warum. "Bei ihm [Maroh] ist es schade, dass ich keinen besseren Einblick habe. Wir hatten keine Vorbereitung. Wenn du die Spieler dann nur aus dem Stadion oder dem Fernsehen kennst, ist es schwierig, da eine Entscheidung zu treffen“, so Ruthenbeck.


Vorzuwerfen sei dem 30-Jährigen aber "absolut nichts, er trainiert gut". Aber: "Die drei Jungs, die aktuell spielen, habe ich früh kennenlernen dürfen und sie haben mich selten im Stich gelassen.“


Neben seiner aktuellen Situation ist auch die nahe Zukunft des siebenfachen slowenischen Nationalspielers noch ungewiss. Der Vertrag von Maroh läuft am Saisonende aus. "Wir werden uns in den nächsten Wochen austauschen. Für Dominic ist das natürlich keine leichte Situation, so wie für den ganzen Klub. Dome möchte aber sicherlich auch gerne wissen, in welcher Liga er spielen würde“, sagte der Leiter der Lizenspielerabteilung Frank Aehlig dazu.