Milos Veljkovic ist zwar in Bremen gesetzt, hat derzeit in den Medien jedoch einen schwierigen Stand. Der 22-Jährige wird zunehmend kritisch beäugt, will sich davon jedoch nicht blenden lassen und sich mehrheitlich auf das Sportliche konzentrieren, wie er auf der heutigen Pressekonferenz behauptete.

Im Sommer 2016 verpflichtete Werder Bremen für rund 330.000 Euro Milos Veljkovic. Der mittlerweile 22-jährige Innenverteidiger kam damals von Tottenham Hotspur und ist seit mehr als einem Jahr in Bremen gesetzt: Insgesamt kommt der zweifache serbische Nationalspieler auf 55 Einsätze für Werder, 45 Mal stand er dabei in der Startformation.

In dieser Spielzeit stand Veljkovic bislang 25 Mal auf dem Platz, wurde in den vergangenen Wochen jedoch immer wieder von den Medien für seine Leistungen kritisiert. Florian Kohfeldt hingegen vertraut weiterhin auf sein Abwehrtalent: "Ich sehe Milos nicht so kritisch", sagte der Trainer laut Weser-Kurier. "Würde er den Erfolg gefährden, würde ich ihn nicht dauerhaft bringen", führte der 35-Jährige fort. Zudem müsse es einem jungen Spieler erlaubt sein, einige Leistungsschwankungen zu erleben.

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

          Setzt weiterhin auf Milos Veljkovic: Werder-Trainer Florian Kohfeldt

​Der Spieler selbst nimmt die Kritik ebenfalls gelassen: "Ich lese keine Zeitungen und habe nicht viel mitbekommen, deshalb kann ich nichts dazu sagen", so der 22-Jährige auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den Hamburger SV. "Ich denke, die Leistungen waren okay und ich versuche, jedes Spiel alles zu geben", fügte Veljkovic an.

​Durch die 
​Verpflichtung von Sebastian Langkamp erhöhte sich im Winter noch einmal der Konkurrenzkampf an der Weser, doch für Veljkovic scheint dies kein Problem zu sein: "Das ist gut für das Team und gut für mich. Das pusht einen", sagte er und fügte an: "Ich versuche aber, mich auf mich zu konzentrieren." Gerade im Hinblick auf die Weltmeisterschaft dürfte diese Eigenschaft dem jungen Nationalspieler zugute kommen. Serbien ist erstmalig seit 2010 wieder bei einem großen Turnier dabei, und neben ​Mijat Gacinovic und Luka Jovic von Eintracht Frankfurt dürfte auch Milos Veljkovic in den Fokus von Nationaltrainer Mladen Kristajic rücken. 

​​"Ich hoffe, dass ich bei der WM dabei bin", so Veljkovic. Allerdings ginge es zunächst um den Klassenerhalt mit Werder. "Im März sind Freundschaftsspiele, aber ich weiß noch nicht, ob ich dabei bin. Der Fokus liegt auf Werder." Dementsprechend dürfte er sich vor allem mit dem heiklen Nordderby gegen den HSV auseinandersetzen. Sollte er auch am Samstag wieder auf dem Platz stehen, dürfte er alles dafür tun, um seine Kritiker zu verstummen und der Mannschaft zum Sieg gegen den Rivalen zu verhelfen.