Das kommende Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV verspricht Brisanz. Beide Mannschaften benötigen einen Sieg, um im Kampf um den Klassenerhalt weitere wichtige Schritte zu gehen, um den Abstieg in die zweite Liga zu vermeiden. HSV-Trainer Bernd Hollerbach braucht daher vor allem seine wichtigsten Akteure auf dem Platz und rechnet neben dem Ausfall von Albin Ekdal mit einer rechtzeitigen Rückkehr von Walace.

Die sportliche Lage wird für den Hamburger SV immer bedrohlicher. Die Hanseaten warten seit dem 3:0-Sieg über 1899 Hoffenheim am 26. November vergangenen Jahres auf einen Sieg, der Rückstand auf die Plätze 16 und 15 beträgt aktuell sechs Punkte. Unter Bernd Hollerbach sammelte man bislang in vier Spielen zwei Zähler, wobei vor allem die harmlose Offensive immer wieder das größte Merkmal der Mannschaft darstellte. Seit Dezember fielen nur fünf Treffer für den HSV, insgesamt sind es gerade einmal 18.

Dabei ist der Kader nicht einmal im Angriff von Verletzungsproblemen geplagt. Generell fallen derzeit nur wenige Akteure aus, wie Hollerbach auf der heutigen Pressekonferenz verriet: "Albin Ekdal geht es viel besser, hatte heute morgen Reha. Morgen müssen wir noch abwarten, ich rechne aber erst gegen Mainz mit ihm", so der 48-Jährige laut der Hamburger Morgenpost. Der Schwede fehlte in dieser Saison immer wieder aufgrund kleinerer Verletzungen und fällt aktuell aufgrund von Problemen am Sprunggelenk aus, ​die ihn auch in dieser Woche kaum am Geschehen auf dem Trainingsplatz teilnehmen ließen.​

​Holtby-Einsatz fraglich - Walace vor Rückkehr​​​

Während Nicolai Müller nach seinem kuriosen Kreuzbandriss am ersten Spieltag gegen den FC Augsburg "weiter Fortschritte" mache, sei Bjarne Thoelke, der noch immer kein einziges Pflichtspiel für den HSV absolvieren konnte, nach überstandener Krankheit wieder im Mannschaftstraining. Fraglich sei jedoch Mittelfeldspieler Lewis Holtby. Der 27-Jährige erlitt unter der Woche eine Risswunde am Schienbein, aktuell sei ein Einsatz noch unklar: "Lewis Holtby kommt heute auch in den Volkspark, aber wir müssen uns die Wunde genau ansehen. Da kann ich erst nach dem Training etwas zu sagen." Die Wunde müsse sich erst schließen, da ansonsten Infektionsgefahr bestünde, fuhr Hollerbach fort.

Hamburger SV Training Session

             Walace (r.) verweilt aktuell noch in Brasilien, soll morgen jedoch wieder                                                            in Hamburg ​erscheinen

​Dagegen rechnet der 48-Jährige mit Walace. Der Brasilianer flog nach der Geburt seines zweiten Kindes
am Montag in seine Heimat, soll morgen jedoch zurückkehren und am Samstag gegen Werder auf dem Platz stehen: "Ich vertraue Walace, dass er rechtzeitig wieder zurückkommt. Ich erwarte ihn Freitagabend in Bremen und werde ihn mir dann genau ansehen", so Hollerbach, der gegen Bremen auf einen kleineren Kader setzen wolle: "Ich werde diesmal 19 Spieler mitnehmen. Aber wenn er gut drauf ist, wird er auch spielen."


​​​Für den im Winter noch wechselwilligen Mittelfeldspieler hatte der Trainer nur positive Worte übrig: "Ich hatte einmal Kontakt mit ihm, Frau und Kind geht es sehr gut. Die Situation hatte ihn zu Beginn meiner Zeit belastet. Walace hat sich hier eingesetzt, ich reagiere immer daran, wie sich die Spieler einsetzen. Er ist ein einwandfreier Junge, ich habe ihm Vertrauen gegeben und er hat es zurückbezahlt."