Der 1. FC Köln braucht am Sonntag in Leipzig dringend den vierten Saisonsieg. Der Großteil der Fans wird das Team gegen den Vizemeister aber nicht unterstützen. Die Kölner boykottieren die Partie und wollen dem "Auswärtsspiel in Sachsen aus Protest dauerhaft fern" bleiben. 


​Für den 1. FC Köln ist der 24. Spieltag fast schon schicksalhaft. ​Am Sonntag kämpft das Schlusslicht in Leipzig (18 Uhr) wohl um die letzte Chance auf das ​"Wunder Klassenerhalt". Nach drei Siegen in Serie zum Jahreswechsel holten die Geißböcke in den vergangenen vier Partien lediglich zwei Zähler und hinken so wieder neun Punkte hinter dem rettenden Ufer hinterher.


Während die Kölner am Wochenende mit Vizemeister Leipzig ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust haben, nimmt sich die Konkurrenz gegenseitig die Punkte weg. Im Nordderby trifft der Tabellen-15. Bremen auf den Vorletzten HSV (Samstag, 18.30 Uhr), bereits am Freitag kommt es zum Keller-Duell zwischen Mainz (16.) und dem 14. VfL Wolfsburg (20.30 Uhr).


Auf die Unterstützung der treuen Anhänger muss der Effzeh in Leipzig aber verzichten. Der so dringend benötigte Sieg muss ohne den Großteil Fans eingefahren werden. Grund ist ein Boykott gegen das "Projekt RB", wie der Südkurve 1. FC Köln e.V. auf seiner Homepage bekannt gegeben hat. 

"Wir haben die Hintergründe um dieses Projekt stets sehr kritisch begleitet und werden dies auch weiterhin tun. Während uns angeschlossene Gruppen diese Kritik im Rahmen von Heimspielen auch ins Müngersdorfer Stadion getragen haben, bleibt ein Teil unserer Mitglieder -darunter die Ultragruppen - dem Auswärtsspiel in Sachsen aus Protest dauerhaft fern", heißt es in der ​Stellungnahme der Vereinigung der Kölner Fanklubs.