​Der FC Bayern hat das Ticket für die nächste Runde nach dem 5:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League so gut wie in der Tasche. Nun kann man schon mal für das Viertelfinale planen. Gegen die hoffnungslos überforderten Türken sorgte vor allem der frühe Platzverweis für Innenverteidiger Vida für den endgültigen Knackpunkt. Auf Seiten des Bundesliga-Rekordmeisters sorgte neben den Doppeltorschützen Müller und Lewandowski vor allem Kingsley Coman für mächtig Betrieb auf seiner Seite, wie Gegenspieler Adriano gnadenlos zu spüren bekam. 


Der brasilianische Rechtsverteidiger, ehemals beim FC Barcelona aktiv, erlebte einen rabenschwarzen Tag und kam gegen den pfeilschnellen Kingsley Coman kaum hinterher. Der junge Franzose zog immer wieder auf und startete eine Unmenge an Tempodribblings, mit denen Adriano spätestens in der zweiten Halbzeit hilflos überfordert war. Seine Leistung krönte er mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. ​Nach dem 5:0-Erfolg können die Münchner entspannt zum Rückspiel in den Hexenkessel in die türkische Hauptstadt fahren, man steht bereits mit mehr als einem Bein im Viertelfinale. 

Nach Abpfiff erkannte der Brasilianer die bärenstarke Leistung seines Gegenspielers neidlos an - und zeigte sich vor allem von der Ausdauer des 21-Jährigen beeindruckt: "Es ist so ärgerlich. Du wirst mit der Zeit irgendwann müde, aber er wird es einfach nicht. Er ist immer da. Sogar als sie 4:0 führten, war er immer noch hinter dir her." Umso erleichterter war der 33-Jährige, als Coman schließlich nach 81 Minuten den Platz verließ und für seinen Landsmann Franck Ribery ausgewechselt wurde. "Ich war glücklich, als er ausgewechselt wurde."


Kingsley Coman gehört in einer bislang bärenstarken und konstanten Saison zu den Aufsteigern im Team von Trainer Jupp Heynckes, nicht wenige sehen in ihm mittlerweile einen würdigen Nachfolger für den in wenigen Wochen 35-jährigen Ribery. In der laufenden Spielzeit kam der gebürtige Pariser bisher in 31 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei sieben Tore, acht weitere legte er auf. Beim FC Bayern steht der Nationalspieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de mit 35 Millionen Euro aktuell so hoch ist wie noch nie, bis Sommer 2022 unter Vertrag. Kann er seine beachtliche Entwicklung weiter beibehalten und seine Form auch in den entscheidenden Spielen konservieren, muss man sich in München um die Zukunft auf dem linken offensiven Flügel wohl keine Sorgen machen.