Am kommenden Montagabend (20:45 Uhr) empfängt Borussia Dortmund den FC Augsburg. Wie schon beim Duell Frankfurt gegen Leipzig, könnte es wieder zu Fan-Protesten kommen – BVB-Boss Hans-Joachim Watzke befürchtet derweil allerdings keine gravierenden Probleme.


Wenn die Dortmunder Borussia am 24. Bundesligaspieltag um ihre Punkte kämpft, muss sie dies an einem Montag tun. Bis 2021 sind in den milliardenschweren TV-Verträgen pro Saison fünf Montags-Partien im deutschen Oberhaus festgelegt – bei den Fans lösten die neuen Ansetzungen lautstarke Proteste aus.


Beim ersten Montagsspiel dieser Spielzeit zwischen ​Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (2:1) hatten die hessischen Anhänger vor Spielbeginn im Stadion-Innenraum protestiert und vor Anpfiff der zweiten Halbzeit Tennisbälle aufs Spielfeld geworfen – der Klub duldete diese Art des Protestes, um eine Eskalation zu vermeiden.


„Gegen demokratische Meinungsäußerungen haben wir nichts“


„Wir akzeptieren jede Meinung und jeden Protest, solange alles in friedlichem Rahmen verläuft“, sagte derweil Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Rande einer Veranstaltung beim BVB-Freundeskreis Hohenlimburg. Ferner gäbe es „gewisse Grenzen, die alle einhalten müssen, und ich gehe davon aus, dass das auch so passiert. Aber gegen demokratische Meinungsäußerungen haben wir nichts.“

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Eintracht-Fans protestieren gegen die Ansetzung von Montagsspielen



Da man am Donnerstag in der Runde der letzten 32 um den Einzug ins Europa-League-Viertelfinale kämpft – das ​Hinspiel gegen Atalanta Bergamo gewann der BVB mit 3:2 –, hat die Terminierung rein sportlich betrachtet sogar Vorteile für die Westfalen. Um klare Kante gegen die Ansetzung von Montagsspielen zu zeigen, haben die Anhänger der Schwarz-Gelben dennoch angekündigt, die Partie gegen FC Augsburg boykottieren zu wollen.