Vor rund zwei Wochen galt Antonio Conte beim FC Chelsea als quasi gescheitert. Nach dem mehr als respektablen ​Champions-League-Auftritt gegen den FC Barcelona ist Conte aber wieder voller Hoffnung, Leidenschaft und Herzblut. Ein Bekenntnis der Führungsriege bleibt dennoch aus.


Als die „Blues“ nach der 1:4-Niederlage beim FC Watford wie die vielzitierten „verprügelten Hunde“ den Rasen der Vicarage Road verließen, schienen auch die Tage von Meistermacher Antonio Conte gezählt. Der Italiener wirkte ratlos, emotionslos und völlig desillusioniert. Doch er machte weiter, schlug in der Liga West Brom und im FA-Cup die „Tigers“ aus Hull.

Was im ersten Moment vielleicht aufgrund der Qualität der Gegner nicht als großer Aufschwung zu bezeichnen ist, dürfte spätestens aufgrund der starken Performance gegen den FC Barcelona als Indiz dafür gewertet werden, dass die „Blues“ um ihren Trainer kämpfen. Und der ist weit davon entfernt, von sich aus die Segel zu streichen.


Der Auftritt seiner Mannschaft konnte Conte durchaus zufrieden stimmen, wenngleich der Italiener mit dem Remis haderte. „Sie dürfen nicht vergessen, dass wir zwei Pfostenschüsse hatten“, gab Conte auf der Pressekonferenz im Nachgang der Begegnung zu verstehen. Man habe dennoch gegen „eine der stärksten Mannschaften Europas“ wenig zugelassen, weshalb auch im Rückspiel im Camp Nou durchaus noch Chancen aufs Weiterkommen bestehen.

Ob Conte dann noch im Amt sein wird, ist allerdings noch nicht vonseiten des Klubs zu 100 Prozent versichert. Ein Bekenntnis der Vereinsverantwortlichen bleibt weiter aus, weshalb die Begegnung am Sonntag bei Manchester United wohl ein weiteres Schicksalsspiel für den Italiener sein wird. Bei einem Sieg würden die „Blues“ mit den zweitplatzierten „Red Devils“ nach Punkten gleichziehen.