Der Pokalsieg von Wigan Athletic über Manchester City darf ohne jede Übertreibung als eine der größten Überraschungen der FA-Cup-Geschichte gewertet werden. Zu klar waren die Rollen vor der Begegnung des Drittligisten mit Guardiolas Starensemble verteilt, als das man der Truppe von Paul Cook eine reelle Chance hätte ausrechnen können. ​Und doch schaffte Wigan die Sensation – auch dank des Treffers von Will Grigg.


Der Nordire, dessen Name bei der Europameisterschaft 2016 von Millionen Fans besungen wurde, ließ mit seinem Treffer in der 79. Minute das DW Stadium beben. Und er war im Nachgang der Partie natürlich ein gefragter Mann. Gegenüber dem Telegraph erklärte Grigg nun, wie Wigan das Wunder gegen die Guardiola-Elf zu Stande brachte.

„Wir haben das Spiel in verschiedene Etappen eingeteilt“, erklärte Grigg. „Die ersten 15 Minuten ging es zum Beispiel darum, im Spiel zu bleiben. Danach wollten wir dann den Druck und das Pressing auf City etwas erhöhen“, gab der 26-Jährige zu verstehen. Das Ballbesitzspiel der Guardiola-Elf habe Wigan dabei deutlich zugesetzt. „Es ist unglaublich schwer, gegen diese Mannschaft an den Ball zu kommen. Wir haben bestimmt 3-4 Mal das System verändert, um sie zu überraschen“, führte Grigg weiter aus.


City habe eines der „besten Teams Europas“, daher sei es umso bemerkenswerter, dass Wigan „wenig Chancen zugelassen“ habe, erklärte Grigg weiter. Und er gab unumwunden zu: „Ich habe nach dem Spiel lange gebraucht, um schlafen zu können. Das war schon etwas ganz Besonderes.“

Das Ende der FA-Cup-Reise soll der Sieg über Manchester City aber noch nicht gewesen sein. Vor den Citizens warf Wigan bereits Bournemouth und West Ham United aus dem Wettbewerb. „Wir wollen weitergehen und für weitere unvergessliche Momente sorgen“, sagt Grigg voller Hoffnung. Im Viertelfinale gegen Southampton werde man erneut „ohne Angst“ spielen, da auch gegen die Saints „alles möglich“ sei.