​Wenn Borussia Dortmund dieser Tage die Reise zum Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League gegen Atalanta antritt, geht es nicht etwa nach Bergamo, sondern ins 200 Kilometer entfernte Reggio nell’Emilia. Wie auch in der Gruppenphase wird der italienische Klub seine Heimspiele nicht im eigenen Stadion austragen. Das Eigenheim entspricht nicht den Statuten der UEFA.


Von einem Heimvorteil kann man wahrlich nicht sprechen. Wenn sich Borussia Dortmund am Donnerstagabend aufmacht, die aus dem Hinspiel erspielte 3:2-Führung zu verteidigen, dürfte Gegner Atalanta Bergamo nicht ausschließlich auf die Unterstützung der eigenen Fans hoffen. Der italienische Vertreter muss seine Heimspiele in der Europa League im 200 Kilometer entfernten Reggio nell’Emilia austragen, da das eigene Stadion nicht den Statuten der UEFA entspricht.



Kein Wunder, wurde das Stadio Atleti Azzurri d’Italia doch bereits vor 90 Jahren erbaut. Im vergangenen Jahr kaufte Atalanta das altehrwürdige Stadion und verpflichtete sich, es binnen sechs Jahren zu sanieren. 


In diesem Jahr muss Bergamo also für internationale Partien ins Mapei-Stadion ausweichen, wo die beiden Erstligaklubs AC Reggiana und US Sassuolo Calcio normalerweise ihre Heimspiele austragen. Das Stadion bietet Platz für rund 20.000 Zuschauer. Im Vergleich zum Hinspiel, als über 70.000 Fans dem BVB einheizten, sicherlich Peanuts. Doch die Italiener wissen, wie man Stimmung macht und werden sicherlich die vollen 90 Minuten ordentlich für Furore sorgen.