​Nationalspieler Sami Khedira glaubt an ein Weiterkommen von RB Leipzig gegen den SSC Neapel. Der deutsche Vizemeister siegte im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League mit 3:1 im Stadio San Paolo. Mit seinem Klub Juventus Turin liefert sich der Weltmeister in der Serie A derzeit einen heißen Kampf um die italienische Meisterschaft. 


"Neapel ist auch auswärts fähig, Tore zu schießen. Aber eigentlich sollte da nichts mehr anbrennen“, betonte Khedira in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung. "RB hat national und international einen guten Ruf, die Anfeindungen haben merklich nachgelassen. RB hat die finanziellen Mittel, aber fast noch wichtiger ist, wie man mit dem Geld umgeht. Es werden Spieler geholt, die zur Philosophie passen. Sportlich und charakterlich. Ich habe durch Rani einen guten Einblick, wie bei RB gearbeitet wird. Da arbeiten Top-Leute mit hoher Intensität und Hingabe."

Mit einem 3:1-Auswärtserfolg gegen Napoli hat das Team von Ralph Hasenhüttl nun beste Chancen auf das Achtelfinale der Europa League. Allein zwei Treffer markierte Nationalspieler Timo Werner. "Bei Timo hat man schon in der Jugend gesehen, dass er besondere Fähigkeiten hat", erklärte Khedira weiter, der Werner noch aus Zeiten vom VfB Stuttgart kennt. "Im eins gegen eins, im Sprint, vor dem Tor. Er ist ein klasse Junge, sehr klar im Kopf, geht gut mit dem Hype um. Auch das Beispiel Timo zeigt: Talent alleine reicht nicht. Bei ihm stimmt das Gesamtpaket, er kann für die Nationalmannschaft auf Jahre hinweg zu einem wichtigen Faktor werden."


Einen besonderen Bezug zu den 'Roten Bullen' hat Khedira wegen seines Bruders Rani, der bis zum Sommer bei den Leipzigern kickte. Allerdings kam er bei den Ostdeutschen nicht so recht zum Zuge, weshalb er sich für einen Wechsel zum FC Augsburg entschloss: "Er hatte in der letzten Saison fast keine Einsatzzeiten mehr, und wir haben lange diskutiert, wie es weiter geht", resümiert Bruder Sami.  "Und heute kann man sagen: Rani hat alles richtig gemacht. Ich war mir immer sicher, dass er ein wertvoller Bundesligaspieler sein kann. Und das zeigt er jetzt. Der vermeintliche Schritt zurück war einer nach vorne."