​Für das Europa-League-Gastspiel des SSC Neapel am Donnerstag hat RB Leipzig eine Umbaumaßnahme im Stadion ergriffen. Maurizio Sarri, der exzentrische Trainer der Süditaliener, bekam eigens eine Raucherkabine eingerichtet, damit er keinen Feuerarlam in der Arena auslöst. 


Wenn Maurizio Sarri nicht während eines Spiels an der Seitenlinie steht, hat er eigentlich immer eine Zigarette in der Hand. Bis zu 60 Glimmstengel raucht der 59-Jährige am Tag - selbst die Spieler kennen ihn kaum ohne. "„Er raucht viel, wo er geht und steht, auch auf dem Trainingsplatz.“ sagte Marik Hamsik im Vorfeld des Hinspiels. Besonders vor wichtigen Spielen zündet sich Sarri eine Zigarette nach der anderen an - und genau das hat die Leipziger Verantwortlichen auf den Plan gerufen.


Da die Katakomben der Red-Bull-Arena vorschriftsgemäß mit Rauchmeldern ausgestattet sind, wurde befürchtet, dass Sarri einen Alarm auslösen könnte. Deswegen hat man ihm mit Hilfe einer Trockenwand einen abgetrennten Bereich eingerichtet, in dem er seinem Laster uneingeschränkt frönen kann - Rauchmelder gibt es dort keine. So kann sich Sarri heimisch fühlen, denn in italienischen Stadien wird das Ganze deutlich lockerer gesehen. Mit Ausnahme des Innenraums kann dort überall geraucht werden. Die Kosten für den vorübergehenden Umbau hat der SSC Neapel übrigens selbst übernommen - vielleicht hatten die Verantwortlichen befürchtet, das Rückspiel in Leipzig sonst ohne ihren Coach bestreiten zu müssen.