Seit 2010 steht David Alaba im Profikader des FC Bayern. Der Linksverteidiger hat sich in den vergangenen Jahren zur Weltklasse hochgespielt. Aus dem eigenen Nachwuchs ist der „nächste Alaba“ bisher aber ausgeblieben. Der Österreicher verrät, wer das Potenzial zum kommenden Shootingstar hätte.


Am Ende gehöre viel dazu, dass es mit dem Durchbruch bei den Bayern klappe, sagt David Alaba im Gespräch mit der Sport Bild. „Arbeit, Talent, Glück, Wille, Disziplin – aber auch Entbehrungen.“ Er sei vor Kurzem zu einer Fragerunde im neuen Bayern-Campus gewesen und fühlte sich an seinen eigenen Weg zurückerinnert. „Mit dem neuen Campus haben die Jungs alles, was sie brauchen, um sich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen.“


Es gehe aber auch um den eigenen Ehrgeiz, den man selbst haben müssen, um es nach ganz oben zu schaffen. „Da kann dir keiner von außen helfen“, sagt Alaba. Die Methodik, junge Talente im Alter von 15, 16 Jahren zu verpflichten, liegt im Ermessen der Bayern. Diese Rohdiamanten können die Bayern „schleifen und veredeln“, meint der gebürtige Wiener, der damals mit 16 Jahre von der Wiener Austria an die Säbener Straße wechselte.

FC Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Laut David Alaba sehr talentiert: Bayern-Youngster Christian Früchtl


Im Anschluss nennt Alaba zwei Talente, die in naher Zukunft den Durchbruch schaffen könnten. „Es gibt wirklich gute Spieler: Marco Friedl, der im letzten Jahr einen großen Sprung in seiner Entwicklung gemacht hat und nun an Werder Bremen ausgeliehen ist.“ Hinzu komme Christian Früchtl, der mit seinen 18 Jahre alles mitbringe, „was ein Torwart braucht.“


Alaba weiter: „Er kann viel erreichen und hat mit Manuel Neuer den besten Lehrmeister überhaupt.“ Alaba hoffe, „dass bald einer nachkommt und mich als bisher letztes Talent aus dem eigenen Nachwuchs ablöst.“ Der Bayern-Campus ist voller Juwelen, doch an dem letzten Schritt, den Durchbruch bei den Profis zu erlangen, s​ind sc​hon so manch hochgejubelte Talente ​gescheitert.