Seit vergangenem Sonntag ist Bernd Hoffmann der neue Präsident des Hamburger SV. Nach seiner Wiederwahl holte der Manager zum Rundumschlag aus und erklärte, alles auf den Prüfstand stellen zu wollen. Kritik musste sich unter anderem Sportvorstand Jens Todt gefallen lassen, der sich aber nicht unter Druck gesetzt fühlt.


„Die Frage, ob wir auf dem Posten des Vorstandsvorsitzenden, des Sportchefs, des Trainers und weiteren entscheidenden Stellen bestmöglich aufgestellt sind, werde ich im Aufsichtsrat stellen“, ​sagte Bernd Hoffmann bei seiner ​Wiederwahl zum HSV-Präsidenten am vergangenen Sonntag. Vor allen Dingen Jens Todt gerät durch diese Aussagen in die Bredouille. In seinem Jahr als Sportvorstand lieferte er nur bedingt Argumente für eine Weiterbeschäftigung.


„Bei unserem Tabellenstand ist Kritik normal“, sagt Todt in der Sport Bild auf die Hoffmann-Worte angesprochen. „Ich leite daraus keinen Vorwurf ab. Wir alle versuchen, aus unseren Möglichkeiten das Beste herauszuholen.“ Das Wohl des HSV stehe dabei immer und uneingeschränkt an erster Stelle. In Todts erster Transferperiode verpflichtete der HSV Kyriakos Papadopoulos, Mërgim Mavraj und Walace.

Hamburger SV General Assembly

Bernd Hoffmann plant einige Veränderungen beim HSV


„Die drei Winter-Transfers vor einem Jahr haben uns geholfen, die Klasse zu halten“, führt der Manager aus. Im Sommer sei das große Ziel gewesen, den Kader so zu verändern, dass eine sorgenfreie Saison gespielt werden könne. „Davon sind wir weit entfernt. Mit dieser Situation bin ich in keiner Weise zufrieden.“ Mit sechs Punkten Rückstand auf Relegationsplatzinhaber Mainz stehen die Hamburger auf dem vorletzten Rang der Tabelle.


Von „wohltuender Ruhe“ sowie „positiverer Wahrnehmung“ hatte Todt im vergangenen November geredet. „Den Satz kann man heute nicht mehr aussprechen. Damals war ich davon überzeugt, jetzt ist es nicht mehr so.“ Man sei wieder in eine Negativspirale geraten, in der auch das Selbstvertrauen der Spieler geschwunden sei. Die Mannschaft schütze man nach außen, kritisiere sie lediglich intern.


Arp-Verlängerung Todts beste Entscheidung


Als die beste Entscheidung in seinem Amtsjahr bezeichnet Todt die Verlängerung mit Jann-Fiete Arp bis 2019, „der sonst in diesem Sommer schon ausgelaufen wäre.“. Ihm habe man ein „sehr gutes“ Angebot für eine Verlängerung bis 2023 gemacht. Der HSV tue alles dafür, dass Arp noch viele Jahre an der Elbe spiele.