Werder-Trainer Florian Kohfeldt glaubt, dass sich die Gegner an die Spielweise seines Teams angepasst haben. Vor seinem ersten Nordderby als Chefcoach erwartet er einen tief stehenden und kampfbetonten HSV. Mit spielerischen Lösungen soll der Nordrivale geschlagen werden. Zlatko Junuzovic und Aron Johannsson werden wohl rechtzeitig fit.


​Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ist das Bundesliga-Topspiel des 24. Spieltages am Samstagabend (18.30 Uhr). Die hanseatischen Rivalen - Werder auf Rang 15 und der HSV auf Platz 17 - kämpfen um den Verbleib in der Bundesliga.


Mit einem Sieg könnte Grün-Weiß den Vorsprung auf die Rothosen auf satte neun Punkte ausbauen. Beide Teams kommen aber mit Negativ-Erlebnissen in das Derby: Während der HSV das Heimspiel gegen Leverkusen mit 1:2 verlor, ​musste sich Werder in Freiburg mit 0:1 geschlagen geben. Für Bremens Trainer Florian Kohfeldt auch eine Folge der veränderten Spielweise der Gegner: "Es zeichnet sich ab, dass die Mannschaften gegen uns tiefer stehen. Wir müssen jetzt andere Lösungen finden", sagte der 35-Jährige am Dienstag in einer Presserunde.

​​Zu erwarten ist das auch vom Hamburger SV. Unter dem neuen Trainer Bernd Hollerbach agiert das Team sehr defensiv und kampfbetont. Auch im Weserstadion wird sich der HSV wohl zunächst auf die Arbeit gegen den Ball konzentrieren. "Ich erwarte einen Gegner mit starker Körperlichkeit, der über Zweikämpfe ins Spiel finden will“, glaubte auch Kohfeldt. 


"Wir werden versuchen, spielerische Lösungen zu finden und gehen mit dem Anspruch in die Partie, als Sieger vom Platz zu gehen”, meinte der Werder-Coach vor seinem ersten Nordderby auf der Trainerbank weiter. 


Junuzovic und Johannsson fit für den HSV


Helfen können dabei sowohl Zlatko Junuzovic als auch Aron Johannsson. "Das Wochenende ist bei beiden nicht in Gefahr“, verriet Kohfeldt. Kapitän Junuzovic musste in Freiburg wegen muskulärer Probleme passen, trainierte am Dienstag noch individuell und soll im Laufe der Woche wieder die Einheiten mit dem Team absolvieren. Am Samstag wird der österreichische Nationalspieler zurück in der Startelf erwartet.

US-Angreifer Johannsson, der unter Kohfeldt wieder aufblüht, ​musste gegen Freiburg in der 74. Minute wegen einer leichten Blessur vom Feld, ist gegen den HSV aber wohl wieder einsatzbereit. Der 27-Jährige könnte gegen den HSV zum vierten Mal in Folge in Werders Startelf stehen.