​Im vergangenen August wechselte Takashi Usami auf Leihbasis vom FC Augsburg zu Fortuna Düsseldorf. Der Zweitligist ist für den Japaner mittlerweile die vierte Station in Deutschland, bei der die Leihgabe endlich den Durchbruch schaffen will. Düsseldorfs Cheftrainer Friedhelm Funkel erklärte in einem Interview, warum der 25-Jährige bei seinen Ex-Vereinen scheiterte. 


Im Sommer 2011 verließ Usami seinen Ausbildungsklub Gamba Osaka und wagte den Sprung nach Deutschland. Der Japaner konnte sich allerdings weder beim FC Bayern München (Saison 2011/12, fünf Einsätze) noch bei der TSG 1899 Hoffenheim (2012/13, 21 Einsätze) für eine feste Verpflichtung empfehlen, weshalb es nach den beiden Leihgeschäften zunächst in sein Heimatland zurückging.


Zum 1. Juli 2016 sicherte sich der FC Augsburg die Dienste des Offensivspielers. 1,5 Millionen Euro Ablöse legten die bayerischen Schwaben für den 25-Jährigen auf den Tisch. Die erste Spielzeit in der Fuggerstadt verlief allerdings ebenfalls nicht wirklich rund, weshalb Usami im vergangenen Sommer nach Düsseldorf ausgeliehen wurde. 

Fortuna Duesseldorf v 1. FC Nuernberg - Second Bundesliga

Takashi Usami findet sich auch in Düsseldorf meist nur auf der Bank wieder


Fortuna-Coach Funkel weiß, warum sich Usami bei seinen bisherigen Stationen in Deutschland nicht durchsetzen konnte. "Seine Konkurrenten investieren einfach deutlich mehr im Training als Taka", erklärte der Übungsleiter gegenüber der Rheinischen Post. "Diese Trainingsleistungen sind schuld daran, dass er in München, Hoffenheim und Augsburg gescheitert ist." 


Es sei keine Schande, dass sich der Angreifer beim FC Bayern nicht durchsetzen konnte. "Aber Hoffenheim und Augsburg - da hätte Taka es mit seinen enormen Fähigkeiten eigentlich schaffen müssen", betonte Funkel, der um das Potenzial seines Schützlings weiß und ihn weiter fordern will. "Ich gebe die Hoffnung nicht auf", so der 64-Jährige. 

Beim Zweitligisten kam Usami bislang zwar regelmäßig zum Zug, jedoch selten über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Bei seinen Einsätzen deutet der Japaner sein Können häufig nur an. "Taka hat uns dreimal ein Spiel mit seinen Toren gerettet", erklärte Funkel. Dem 25-Jährigen fehle jedoch meist der "absolute Wille".