Bei der unglücklichen Niederlage gegen den BVB feierte Raul Bobadilla ein gelungenes Startelf-Debüt. Dennoch war der Angreifer Sinnbild der Gladbacher Misere: Gute Leistung, sehr engagiert, aber im Abschluss ohne Glück. Bobadilla bleibt dennoch optimistisch und will "alles tun, um wieder erfolgreich zu sein". 


Seit ziemlich genau vier Spielen ist Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga ohne eigenen Treffer. Gegen Frankfurt, Leipzig, Stuttgart und Dortmund setzte es für die Fohlen vier Pleiten. Von Rang fünf ging es für das Team von Dieter Hecking in diesem Zeitraum runter auf Platz zehn - sechs Punkte hinter Schalke 04 auf Europa-Rang sechs.


Zumindest die ​0:1-Niederlage gegen den BVB am vergangenen Sonntag war dabei allerdings sehr unglücklich. Die Gladbacher waren ​über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, verpassten aber selbst die besten Einschussmöglichkeiten. 


Daran konnte auch Raul Bobadilla nichts ändern. Dem ehemaligen Nationalspieler Paraguays gelang im vorerst letzten Akt der ​Gladbacher Ergebniskrise kein Treffer. Bobadilla, der schon zwischen 2009 und Anfang 2012 am Niederrhein unter Vertrag stand, bleibt damit weiter ohne Torbeteiligung in dieser Saison. Der 30-jährige Angreifer stand zum ersten Mal seit seiner Rückkehr im Sommer in der Startelf. Auf lediglich acht Einwechslungen kam er zuvor, auch weil er wegen einer Schambeinentzündung einige Wochen passen musste. 


Bobadilla mit gelungenem Startelf-Debüt


Bobadilla zeigte sich nach der Partie zwar enttäuscht über das Ergebnis, wollte aber "positiv bleiben. Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen nach so einem Spiel", sagte er im Interview mit ​RP-Online. Sein erster Einsatz in der Anfangsformation freue ihn sehr "nach der langen Verletzung und dem vielen Pech" in dieser Spielzeit, so der Routinier weiter. 


Bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute tat Bobadilla genau das, was man von ihm erwartet: Mit seinem bulligen Körper machte er die Bälle fest und kam auch selbst zum Abschluss. Keiner seiner vier Torschüsse fand allerdings das gewünschte Ziel. "Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben und ich habe versucht, alles zu tun, um dem Team zu helfen: den Ball behaupten, abzulegen, gefährlich zu sein. Ich fühle mich gut und hoffe, dass es so bleibt", meinte er über seine eigene Leistung.


Sein Trainer Dieter Hecking zeigte sich ebenfalls zufrieden mit Bobadillas erstem Startelfeinsatz: "Boba war sehr aktiv. Ich habe ihm gesagt, er soll sich reinhauen, solange die Füße tragen. Das hat er gut gemacht." Der Fohlen-Coach nahm Bobadilla nur vorzeitig runter, weil dieser "etwas in der Wade" verspürt habe.


Für Gladbach, Hecking und Bobadilla geht es am kommenden Samstag weiter in Hannover (15.30 Uhr). Der Aufsteiger steht mittlerweile einen Zähler und drei Plätze vor den Fohlen. Dennoch bleibt Bobadilla optimistisch: "Samstag fahren wir nach Hannover, und da müssen wir wieder alles tun, um wieder erfolgreich zu sein." Vielleicht sogar dank des ersten Saisontreffers des Angreifers.