​Der VfL Wolfsburg und Cheftrainer Martin Schmidt gehen nach nur fünf Monaten getrennte Wege. Am Montagabend gaben die Niedersachsen offiziell bekannt, dass der Schweizer von ​seinem Amt zurückgetreten ist. Medienberichten zufolge spielte der kommende Gegner bei Schmidts Entscheidung eine tragende Rolle. 


Für die 'Wölfe' hat sich die Tabellensituation am vergangenen Spieltag weiter verschärft. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist durch den Mainzer Auswärtssieg in Berlin auf einen Punkt geschmolzen. Am nächsten Freitag steht für die Niedersachsen das richtungsweisende Kellerduell gegen den 1. FSV Mainz 05 auf dem Programm. Von vielen Seiten wurde diese Partie zu Schmidts Endspiel ausgerufen. 


Einem Bericht der WAZ zufolge soll dieser Umstand den Übungsleiter zu seinem Rücktritt bewegt haben, da Schmidt an seiner alten Wirkungsstätte einen "Spießrutenlauf" erwartet habe. Der 50-Jährige war insgesamt sieben Jahre lang (2010 bis 2017) als Trainer in Mainz tätig. Im Februar 2015 stieg der Schweizer bei den Rheinhessen zum Cheftrainer auf. 

Mit seiner Entscheidung hat Schmidt die Verantwortlichen des Tabellenviertzehnten merklich überrascht. "Intern waren wir alle fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam das Blatt wenden werden, entsprechend überraschend und unvorhersehbar kam nun dieser Vorstoß von Martin Schmidt, zumal wir seine Beweggründe nicht in allen Teilen nachvollziehen können", wird Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher in der Vereinsmitteilung zitiert. In Wolfsburg läuft derweil die Suche nach einem passenden Nachfolger auf Hochtouren. Laut Angaben der Bild-Zeitung zählen unter anderem Markus Weinzierl und Jens Keller ​zum Kandidatenkreis