​Eintracht Frankfurt kletterte am Montagabend dank eines ​2:1-Heimerfolgs gegen RB Leipzig auf den dritten Tabellenplatz. Angesichts der massiven, aber stets friedlichen Proteste der Eintracht-Fans gegen Montagsspiele geriet das Ergebnis jedoch etwas in den Hintergrund. Die Frankfurter Anhänger machten ihre Ankündigungen wahr und zeigten unmissverständlich, was sie von der ungewohnten Anstoßzeit halten. 


Im ganzen Stadion hängten die Heimfans Plakate auf, mit denen sie auf teils kreative Art und Weise ("Montags lacht übrigens nicht mal die eine, die immer lacht") ihrem Unmut über Montagsspiele Luft machten. Der Anpfiff der Partie verzögerte sich um einige Minuten, weil einige Fans durch die geöffneten Tore in den Innenraum strömten und hinter dem Heimtor Banner und Plakate aufhängten. 


Zwei Minuten nach dem Anstoß rollten die Anhänger ihre Plakate wieder ein und kehrten unter dem Beifall der Zuschauer in den Block zurück. Während des Spiels sorgten die Eintracht-Fans mit Trillerpfeifen und Tröten für eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse, die beim Ballbesitz der Gäste noch einmal merklich lauter wurde.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte flogen aus der Frankfurter Kurve zahlreiche Tennisbälle auf den Platz


Der Beginn der zweiten Halbzeit verzögerte sich ebenfalls, da aus der Frankfurter Kurve Papier und Tennisbälle auf den Platz geworfen wurden. Nachdem zahlreiche Helfer das Spielfeld "geräumt" hatten, konnte Schiedsrichter Felix Zwayer den zweiten Durchgang anpfeifen. Am kommenden Spieltag findet bereits die nächste Partie am Montagabend statt. Borussia Dortmund empfängt den FC Augsburg. Die Fans der Schwarz-Gelben werden sich sicherlich auch einige Protestaktionen gegen die unbeliebte Anstoßzeit einfallen lassen.