Vier Niederlagen in Serie hat Borussia Mönchengladbach hinter sich gebracht. Die Reibungspunkte inner- und außerhalb des Fohlenklubs werden immer größer. Gelassen bleibt jedoch das „Oberhaupt“ am Niederrhein, Sportchef Max Eberl. Der Manager will nichts von einer Krise wissen.


Auf inzwischen acht Punkte ist der Gladbacher Vorsprung auf den Relegationsplatz geschmolzen, die Europapokalplätze sind vorerst nicht mehr in Sichtweite. Der Krisenherd ist neben den vier Niederlagen in Serie ​der schwache Sturm sowie die anfällige Defensive, die in den vergangenen 15 Spielen nur einmal zu Null spielte.


„Wir reden hier nicht vom Ab­stiegs­kampf. Wir reden aber auch nicht von Eu­ro­pa“, stellt Gladbachs Sportvorstand Max Eberl in der Bild klar. Fakt sei für den Manager, dass sein Team bei den vergangenen fünf Niederlagen nie die schlechtere Mannschaft gewesen sei. Es helfe aber nicht, „uns jetzt selbst zu be­mit­lei­den oder in tiefe De­pres­sio­nen zu ver­fal­len. Wenn wir wei­ter so viel in­ves­tie­ren, wer­den wir uns auch bald wie­der be­loh­nen.“

Borussia Moenchengladbach v Borussia Dortmund - Bundesliga

Dieter Hecking sitzt (noch) fest im Sattel


Klare Worte gibt es auch von Cheftrainer Dieter Hecking, der nach den letzten Auftritten seiner Mannschaft primär bei den Fans an Vertrauen eingebüßt hat. „Ob man un­se­re Si­tua­ti­on jetzt Krise nennt oder schlech­te Phase – das spielt für mich keine Rolle“, sagt der erfahrene 53-Jährige. Fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen seien „einfach nicht gut“, fügt er an. Die Leistung ​beim 0:1 gegen Dortmund sei jedoch „sehr gut“ gewesen, so Hecking, der glaubt: „Darauf müssen wir aufbauen.“


Heckings Anstellung als Cheftrainer in der Vitusstadt ist dem Bericht zufolge noch nicht in Gefahr. Die nächsten beiden Partien gegen Hannover 96 (A) und Werder Bremen (H) seien jedoch entscheidend, ob die Gladbacher nicht doch noch in den Abstiegskampf rutschen. Bei weiteren Niederlagen wird aber wohl auch der Stuhl Heckings zu wackeln beginnen.