Während Hamburgs Bayer-Pleite kommt Walaces Tochter in Brasilien zur Welt. Der 22-Jährige weilt von Montag bis Freitag im Baby-Urlaub und soll dann rechtzeitig zum Nordderby gegen Werder Bremen zurück sein. Bernd Hollerbach vertraut darauf, dass sich Walace in der Heimat fit hält.


Leverkusen schlagen und so wieder Hoffnung im Abstiegskampf erlangen und dann ​zur Geburt des zweiten Kindes fliegen - so war der Plan von Hamburgs Olympiasieger Walace am Samstag. Der Plan ging völlig daneben. Während die ​1:2-Pleite gegen Leverkusen ein weiterer schwerer Nackenschlag für sein Team ist, war der zweite Teil des geplatzten Plans deutlich erfreulicher:


Als der HSV gerade dabei war eine bittere Heimpartie gegen Leverkusen zu kassieren, brachte Walaces Frau Mina in Brasilien Tochter Tita zur Welt. "Wir freuen uns sehr für Walace, dass er nun zum zweiten Mal Vater geworden ist. Ich bin ja selbst Familienvater, deshalb weiß ich, wie wichtig es ihm ist, jetzt ein paar Tage bei seiner Familie sein zu können", ließ HSV-Trainer Bernd Hollerbach verlauten.

Der zentrale Mittelfeldspieler, Hamburgs bester Mann gegen die Wekrself, soll am Montag zur Familien in die Heimat fliegen und dann pünktlich zum Nordderby gegen Werder Bremen am Samstagabend (18.30 Uhr) wieder in Deutschland sein. 


Hollerbach vertraut auf den als "Problem-Profi" abgestempelten Brasilianer - und kann angesichts der Personal-Probleme im zentralen Mittelfeld derzeit nicht auf den 22-Jährigen verzichten. Albin Ekdals Gesundheitszustand ist wie immer fraglich. Der Schwede fiel gegen die Werkself mit Sprunggelenksproblemen aus. Am Tag nach dem Spiel konnte Ekdal zwar individuell trainieren, Hollerbach gab sich allerdings skeptisch. "Wir müssen bei Albin abwarten, ich bin da nicht so euphorisch", so der 48-Jährige.


Der HSV-Coach baut darauf, dass der formstarke Brasilianer rechtzeitig zur Partie gegen Werder zurück ist und sich zuvor an die Absprachen hält. "Er wird am Freitag direkt nach Bremen kommen und sich mit uns auf das Derby vorbereiten", erklärte Hollerbach. "Er hat mir versichert, dass er dort täglich etwas machen wird. Ich vertraue ihm."