​17 Millionen Euro überwies der 1. FC Köln im vergangenen Sommer an den Bundesligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05, um sich die Dienste des Kolumbianers Jhon Cordoba zu sichern. Viel Geld für die Kölner, das sich bislang noch nicht ansatzweise rentiert hat. Cordoba kommt bei seinem neuen Verein auch im neuen Jahr einfach nicht in Fahrt und stand zuletzt gegen Aufsteiger Hannover 96 sogar nicht einmal im Kader der Mannschaft.


Eigentlich sollte der Rekordtransfer der "Geißböcke" den nach China abgewanderten Anthony Modeste ersetzen und für die Tore sorgen, doch nach mehr als einem halben Jahr wird Jhon Cordoba von vielen Fans schon als großer Flop bezeichnet. Der 24-Jährige erzielte in der Bundesliga noch kein Tor, traf überhaupt nur zwei Mal für seinen neuen Klub. Dabei braucht der "Effzeh" im Kampf um den Klassenerhalt gerade eins ganz besonders: Tore. 

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Konnte die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen: Jhon Cordoba



Sein Tribünenplatz am Wochenende ​beim 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Hannover 96 dürfte auch Cordoba selbst klar gemacht haben, dass er sich steigern muss. Auch FC-Coach Stefan Ruthenbeck erwartet mehr von seinem Stürmer, wie er laut Geissblog.Köln im Anschluss an die Partie verriet. "Er muss zulegen. Er hatte eine richtig schwere muskuläre Verletzung und ist immer noch nicht in dem Zustand, den er für sein Spiel benötigt."


Neben der fehlenden Fitness und mehreren Verletzungen sorgen auch noch andere Umstände dafür, dass der wuchtige Angreifer bislang noch nicht die erhoffte Verstärkung für die Rheinländer ist, die man sich zu Saisonbeginn erhofft hatte. "Da gibt es auch eine gewisse Sprachbarriere und Automatismen, die man haben muss. Es müssen mit kurzen Ansagen Dinge funktionieren, die sind bei ihm nicht ganz so einfach", so Ruthenbeck. 


Auch nach mehr als anderthalb Jahren in Deutschland spricht der ehemalige Mainzer kaum deutsch, was seine Eingewöhnung bei den Domstädtern zusätzlich erschwert. Mit Simon Terodde, Claudio Pizarro, Simon Zoller, Sehrou Guirassy und Jhon Cordoba hat der 1. FC Köln aktuell ein Überangebot im Sturmzentrum, auch der Japaner Yuya Osako kann ganz vorne spielen. Aktuell scheint lediglich Rückkehrer ​Simon Terodde gesetzt zu sein, der sich jüngst gegen die 96er nach einem (nur mit Gelb geahndeten) Tritt gegen den Kopf von Gegenspieler Salif Sané allerdings eine Gehirnerschütterung zuzog und ausgewechselt werden musste.


"Ich habe zu Beginn meiner Amtszeit gesagt, wir werden jede Woche neu bewerten. Es kann immer schwere Entscheidungen geben, da sind die Eigeninteressen der Spieler ganz weit weg", erklärte der Kölner Chefcoach zuletzt. Trotz der wöchentlichen Neubewertung dürfte es für Jhon Cordoba aber spätestens jetzt höchste Zeit sein, endlich durchzustarten und Tore zu schießen. Denn ohne diese ist der ohnehin schon kaum noch abzuwendende Abstieg in die 2. Bundesliga bekanntlich nicht zu verhindern.