​Veränderung und Umbruch beim HSV: Bernd Hoffmann ist der neue Präsident des HSV e.V. - das ergab das Votum am 18. Februar. 51,09 % der Stimmen entfielen auf den gebürtigen Leverkusener, der nun das Sagen bei den Norddeutschen haben wird. Mit dieser Personalie ist auch die Zukunft des HSV-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen verbunden. Dieser würde einer Wachablösung seiner eigenen Person offenbar nicht im Weg stehen.


Am 14. Dezember 2016 übernahm Heribert Bruchhagen die Rolle des Vorstandsvorsitzenden der HSV-AG. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2019. Seitdem Bernd Hoffmann der neue Präsident des HSV ist, wird es auch zu diskutieren sein, wie es mit Bruchhagen weitergeht, bzw. wie und ob neue Gremien besetzt werden. Bereits die Neubesetzung der Sportdirektor-Rolle ist derzeit im Gespräch.

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Neuer Präsident: Welche Entscheidung wird Bernd Hoffmann bezüglich eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden treffen?



Bezüglich der Personalie Bruchhagen zeigt sich der HSV-Präsident laut Hamburger Morgenpost bisher solidarisch: "Heribert Bruchhagen hat den Verein stabilisiert. Es gibt gar keinen Grund, über aktuelle Vorstandsmitglieder zu diskutieren." Langfristig scheint Bruchhagen die Rolle beim HSV aber nicht mehr auszufüllen, wie die Aussagen des neuen Präsidenten erahnen ließen. "Meine Aufgabe ist jetzt die des Präsidenten und alles andere ist Zukunft. Ich gehe davon aus, dass wir als Aufsichtsrat eine gute Nachfolgeregelung für Herrn Bruchhagen finden werden - wenn sie denn ansteht", so der 55-Jährige.


Der 68-Jährige selbst will einer etwaigen Lösung, die seine eigene Person ausschließt, offenbar nicht im Weg stehen. So äußerte sich der aktuelle Vorstandsvorsitzende gegenüber dem NDR wie folgt: "Wenn es eine Lösung gibt, die in die Zukunft geht und von der man sich mehr verspricht, dann bin ich der Allerletzte, der dem im Weg steht. Aber ich denke, dass ich wichtig für den Verein bin." Ob das jeder im Aufsichtsrat so sieht, wird sich in Bälde herausstellen.