Wer denkt, dass die Enttäuschung bei Hannover 96 nach dem 1:1-Remis beim Schlusslicht 1. FC Köln überwiegt, der irrt. Insbesondere 96-Cheftrainer André Breitenreiter findet nach dem Punktverlust lobende Worte für seine Mannschaft.


Mit dem Abstiegskampf haben die Niedersachsen in dieser Saison nichts zu tun, was an den bisher erreichten 32 Punkten und einem starken siebten Tabellenplatz ersichtlich ist. Auch das ärgerliche Unentschieden am vergangenen Spieltag in Köln ​lässt die Laune der 96-Verantwortlichen keinesfalls in Missgunst übergehen.


„Wir sind nicht nur im Umschaltspiel gefährlich, sondern werden deutlich besser auch bei Ballbesitz“, sagte Cheftrainer André Breitenreiter laut kicker. Man habe intensiv daran gearbeitet, schnell mit dem ersten Kontakt vor das gegnerische Tor sowie zum Abschluss zu kommen. Bestes Beispiel: Das 1:1 durch Iver Fossum und Top-Torjäger Niclas Füllkrug.

Hannover 96 v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

André Breitenreiter ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden



Breitenreiter frohlockte: „Da machen die Jungs einfach deutliche Schritte nach vorne, und deswegen sind wir auch schwer zu bespielen.“ Trotz allem gibt es weiterhin Verbesserungen zu erkennen. Nicht so zweikampfstark und auch nicht so griffig wie zuletzt habe sich sein Team in Köln präsentiert. „Da sehen wir noch Potenzial“, so Breitenreiter.


Man könnte es durchaus auch Meckern auf hohem Niveau nennen. Es werde derweil noch am „perfekten Spiel“ gearbeitet, sagte der Trainer. Dass es aktuell noch nicht so weit sei, „ist vielleicht auch nachvollziehbar nach dieser Entwicklung, die die Mannschaft genommen hat“. Künftig wolle 96 weiterhin gierig bleiben. Dann komme irgendwann vielleicht die Situation, in der neue Ziele ausgeschrieben werden können. „Es hat sich noch niemand durch Reden für höhere Aufgaben qualifiziert.“