Seit Sonntagabend ist klar: Bernd Hoffmann ist ​neuer Präsident des Hamburger SV – um genauer zu sein des e. V. Der Manager, der bereits von 2003 bis 2011 die führende Hand an der Elbe war, will in den kommenden Wochen jeden Stein umdrehen. Künftig könnte ihm mit Jörg Schmadtke ein erfahrener Gehilfe zur Seite stehen.


Bereits während seiner Rede deutete Bernd Hoffmann an, nach der möglichen Wahl zum neuen HSV-Präsidenten alles auf den Prüfstand stellen zu wollen. Der 55-Jährige wurde schließlich mit 585 zu 560 Stimmen für Rivale Jens Meier zum neuen Oberhaupt des Hamburger e. V. gewählt. „Die Frage, ob wir auf dem Posten des Vorstandsvorsitzenden, des Sportchefs, des Trainers und weiteren entscheidenden Stellen bestmöglich aufgestellt sind, werde ich im Aufsichtsrat stellen“, kündigte Hoffmann laut kicker an.


Vor allen Dingen Sportchef Jens Todt kann sich seiner Zukunft bei dem Bundesliga-Dino alles andere als sicher sein – so zumindest das Empfinden nach Hoffmanns Aussagen, der darüber hinaus den Vorsitz im Aufsichtsrat anstrebt. „Wir sind in einigen Bereichen nicht wettbewerbsfähig aufgestellt, sonst würden wir anders dastehen“, monierte der neue alte Präsident.

FC Augsburg v 1. FC Koeln - Bundesliga

Jörg Schmadtke könnte bald Bernd Hoffmann zur Seite stehen


Für den Vorstand gibt es laut der Fachzeitschrift mit Jörg Schmadtke bereits einen Kandidaten. Im Oktober wurde der Düsseldorfer als Sportgeschäftsführer des 1. FC Köln von seinen Aufgaben entbunden. Bereits 2013 soll Schmadtke beim HSV vorstellig geworden sein, fand damals mit dem Aufsichtsrat aber keine gemeinsamen Lösungen. Oliver Kreuzer übernahm seinerzeit den Posten.


Ob auch Schmadtke davon überzeugt ist, bei einem maroden Klub wie dem HSV, der sportlich, stimmungstechnisch sowie finanziell lediglich nur noch ein fragiles Bauwerk darstellt, eine essenzielle Aufgabe zu übernehmen, bleibt abzuwarten. Zuletzt würde der ehemalige Köln-Verantwortliche ​auch mit einem ​Engagement beim VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht.