Leon Bailey war für Bayer Leverkusen beim ​Spiel beim Hamburger SV einmal mehr das berühmte Zünglein an der Waage. Sein Treffer zum 1:0 kurz vor dem Pausenpfiff sorgte dafür, dass sich Bayer für eine couragierte Vorstellung im Hamburger Volkspark belohnen konnte.


Und das auf überaus schelmische Art und Weise. Der Jamaikaner stibitze Hamburgs Douglas Santos das Leder am eigenen Fünfer ab, umkurvte Christian Mathenia und sorgte somit für Erleichterung im Lager der Werkself, die bis dato trotz optischer Überlegenheit zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte.

Gegenüber bundesliga.de äußerte sich der Youngster nun zu seinem Türöffner. „Ich habe in der Situation einfach gut antizipiert. Ich habe gesehen, dass er den Ball nicht sofort kontrollieren kann“, erläuterte Bailey, der im weiteren die Wichtigkeit des Auswärtssieges herausstellte. „Genau so einen Sieg, in einem wirklich schweren Spiel, haben wir gebraucht. Auch mit Blick auf die kommenden Aufgaben“, legte Bailey nach.


Mit den kommenden Aufgaben ist selbstredend auch die Partie gegen den Tabellennachbarn Schalke gemeint. „Das ist ein entscheidendes Spiel. Aber ich habe keinen Zweifel an unserer Mannschaft“, erklärte Bailey selbstbewusst. Und er sagt weiter: „Wir haben eine Menge Qualität, jeder kämpft und arbeitet für den anderen, die Fans stehen hinter uns.“

Ungeachtet des Bundesliga-Rummels um Bailey hat sich auch dessen Entdecker Mike Rosbaud gegenüber den Salzburger Nachrichten zu Wort gemeldet. Rosbaud trainierte Bailey in der Jugend des österreichischen Vertreters USK Anif. "Ich habe schon damals gesagt: Wenn es ein Anifer in den Profifußball schafft, dann Leon. Er war das Anifer Super-Talent", wird Rosbaud zitiert.


Der Kontakt zu Bailey sei seit ihrer gemeinsamen Zeit nie völlig abgerissen, erklärt Rosbaud. "Leon ist den Anifern sehr dankbar. Wir sind über die sozialen Netzwerke in Kontakt und er lädt mich immer wieder zu seinen Spielen ein.“