HAMBURG, GERMANY - NOVEMBER 04: Jann-Fiete Arp of Hamburg celebrates after he scored a goal to make it 3:1 during the Bundesliga match between Hamburger SV and VfB Stuttgart at Volksparkstadion on November 4, 2017 in Hamburg, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Jede Menge Potenzial: Die 16 größten Rohdiamanten der Bundesliga

Die Mannschaften der Fußball-Bundesliga setzen seit einigen Jahren vermehrt auf junge Talente, die hierzulande ihre ersten Schritte machen und als Profi reifen sollte. Viele von ihnen haben den Sprung zu größeren Vereinen geschafft und agieren heute auf internationalem Top-Niveau, darunter beispielsweise Spieler wie Mesut Özil, Sami Khedira, Ousmane Dembele oder Marc-Andre Ter-Stegen. 


Auch in der aktuellen Zeit steckt die Bundesliga voller Rohdiamanten, die in den kommenden Jahren den endgültigen Durchbruch schaffen können. Daher seht ihr im Folgenden 16 Talente, die das vermeintlich größte Potenzial haben.

1. Dan-Axel Zagadou - Borussia Dortmund

Den Anfang der Liste macht Dan-Axel  Zagadou. Der 18-jährige Abwehrspieler wechselte vor der Saison ablösefrei von Paris St. Germain zu Borussia Dortmund und erlebte anfangs besonders während der turbulenten Wochen unter Peter Bosz in der Bundesliga keine einfache Zeit. Dennoch sammelte er bereits 15 Einsätze, in denen er trotz einiger Unsicherheiten sein großes Potenzial andeuten konnte. Innerhalb der vergangenen Monate ist sein Marktwert von 125.000 Euro auf fünf Millionen Euro gestiegen, Tendenz steigend.

2. Jadon Sancho - Borussia Dortmund

Für Jadon Sancho (r.) legten die Verantwortlichen des BVB hingegen rund 7,8 Millionen Euro auf den Tisch. Der englische U-19 Nationalspieler ist auf den Außenbahnen zuhause und sammelte vor allem in der UEFA Youth League Spielpraxis, in der er mit drei Toren und einer Vorlage in fünf Spielen durchaus unter Beweis stellen konnte, wozu er fähig ist. In den ersten drei Partien der Rückrunde nominierte Peter Stöger den 17-Jährigen drei Mal in Folge für die Startelf, doch aktuell fehlt Sancho aufgrund einer Bänderverletzung.

3. Breel Embolo - FC Schalke 04

In den vergangenen Jahren wurde Breel Embolo von halb Europa gejagt, doch im Sommer 2016 entschied er sich für einen Wechsel zum FC Schalke 04. Allerdings fiel der Schweizer Nationalspieler nach einem harten Foul von Gegenspieler Konstantinos Stafylidis am sechsten Spieltag der vergangenen Saison für lange Zeit aus, ehe er in der Oberliga Westfalen erstmals wieder Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft sammelte. Aktuell kommt Embolo auf 18 Einsätze und deutet immer öfter an, weshalb der Verein damals 22,5 Millionen Euro in ihn investiert hat.

4. Weston McKennie - FC Schalke 04

Aktuell fällt Weston McKennie (l.) aufgrund eines Innenbandrisses im Knie bis März aus, doch zuvor schaffte der US-Amerikaner unter Domenico Tedesco den Sprung in die erste Mannschaft. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte im Sommer 2016 aus der Nachwuchsabteilung des FC Dallas nach Gelsenkirchen und sammelte in dieser Saison bereits 17 Einsätze, in denen er zehn Mal von Anfang an auf dem Platz stand. 

5. Dayot Upamecano - RB Leipzig

Zehn Millionen Euro zahlte RB Leipzig im Januar vergangenen Jahres an RB Salzburg, um Dayot Upamecano zu verpflichten. Aktuell scheint sich die Investition gelohnt zu haben, denn der 19-jährige Franzose gehört zum absoluten Stammpersonal der Sachsen und verpasste wettbewerbsübergreifend lediglich fünf Pflichtspiele in der laufenden Saison. In der Viererkette ist der Innenverteidiger neben Willi Orban gesetzt und machte bereits viele große Vereine auf sich aufmerksam. In Leipzig streubt man sich jedoch gegen einen Verkauf von Upamecano, der Ralf Rangnick & Co. deutlich mehr Geld einbringen würde, als sie für ihn ausgegeben haben.

6. Nikolas Nartey - 1. FC Köln

Im Januar 2017 wechselte Nikolas Nartey aus der Jugendabteilung des FC Kopenhagen zum 1. FC Köln. Aufgrund mehrerer Verletzungen sammelte er in dieser Spielzeit nur drei Einsätze in der Regionalliga West und feierte im November bei der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin seinen ersten Einsatz in der Bundesliga. Im zentralen Mittelfeld gilt der dänische U-18 Nationalspieler als eines der größten Talente, erholt sich derzeit jedoch von einer Oberschenkelverletzung.

7. Arne Maier - Hertha BSC Berlin

Arne Maier hingegen durfte sich schon öfters in der Bundesliga unter Beweis stellen. Der 19-Jährige spielt seit 2008 bei der Hertha und debütierte am 33. Spieltag der vergangenen Saison in der Bundesliga. Während Maier zu Beginn noch für die zweite Mannschaft der 'Alten Dame' aktiv war, sammelte er in der Europa League bereits internationale Erfahrungen und stand bislang zwölf Mal in der laufenden Bundesligasaison auf dem Platz.

8. Johannes Eggestein - SV Werder Bremen

Sein Bruder Maximilian ist bereits Stammspieler in Bremen, doch Johannes Eggestein muss noch auf den Sprung in die erste Mannschaft warten. Der 19-jährige Angreifer spielt seit 2013 für Werder Bremen und wurde bereits im Sommer 2016 in den Profikader berufen, kommt jedoch zumeist in der dritten Liga zum Einsatz. Zwar stehen in der aktuellen Saison drei Kurzeinsätze in der Bundesliga zu Buche, doch ehe Eggestein regelmäßig in der höchsten Spielklasse zum Zug kommt, dürfte es noch etwas dauern.

9. Victor Osimhen - VfL Wolfsburg

Seit etwas mehr als einem Jahr schnürt Victor Osimhen seine Schuhe für den VfL Wolfsburg. Der Nigerianer gewann 2015 mit der U-23 den Afrika Cup und wurde im gleichen Jahr zum Jugendspieler des Jahres in seinem Heimatland gekürt, weshalb er für rund 3,5 Millionen Euro nach Wolfsburg wechselte. Dort spielte er in der Liga bereits zwei Mal über 90 Minuten durch, kommt meist jedoch nur zu Kurzeinsätzen und wird sich erst einmal weiter entwickeln müssen, ehe er sein Potenzial entfalten kann.

10. Felix Uduokhai - VfL Wolfsburg

Einfacher hat es dagegen Felix Uduokhai (r.). Der Abwehrspieler wechselte vor der Saison für eine Million Euro von 1860 München zu den 'Wölfen' und ist unter Martin Schmidt ohne jeden Zweifel gesetzt. Zuletzt musste er aufgrund von Knieproblemen einige Spiele aussetzen, doch insgesamt kommt der 20-Jährige auf 19 Einsätze, in denen er einige Experten mit seinen Leistungen überraschte.

11. Lino Tempelmann - SC Freiburg

Im Sommer verpflichtete der SC Freiburg Lino Tempelmann für rund 200.000 Euro von 1860 München. Der 19-Jährige spielt aktuell in der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest für die Nachwuchsmannschaft des SC, fällt allerdings aufgrund einer Knieverletzung für unbestimmte Zeit aus. Insgesamt sammelte er in der laufenden Spielzeit 16 Einsätze, in denen der Mittelfeldspieler zwei Tore erzielte.

12. Mamadou Doucoure - Borussia Mönchengladbach

Im Sommer 2016 wechselte Mamadou Doucoure von Paris St. Germain zu Borussia Mönchengladbach, doch seither konnte er noch kein Pflichtspiel für die 'Fohlen' absolvieren. Nachdem ihn ein Muskelbündelriss bis Januar 2017 außer Gefecht setzte, erlitt Doucoure einen Rückfall, der erst im Oktober wieder auskuriert schien. Im Dezember erlitt der 19-jährige Franzose jedoch erneut einen Muskelbündelriss, ist seit Anfang Februar jedoch wieder im Training.

13. Mickael Cuisance - Borussia Mönchengladbach

250.000 Euro kostete Borussia Mönchengladbach die Dienste von Mickael Cuisance - Stand jetzt ein voller Erfolg. Der französische Mittelfeldspieler sammelte bereits 14 Einsätze in der Bundesliga und genießt das Vertrauen von Dieter Hecking, der sich nicht zu schade ist, ihn ab und zu in der Startelf aufzustellen. Allerdings kommt Cuisance meist als Joker zum Einsatz und überzeugt mit seiner Übersicht im Passspiel, was den 18-Jährigen zu einem aufregenden Talent macht.

14. Jann-Fiete Arp - Hamburger SV

In den vergangenen Monaten wurden die Verantwortlichen des Hamburger SV auf Jann-Fiete Arp aufmerksam. Das Eigengewächs aus dem Angriff erzielte in drei Partien in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost sieben Tore und bestach durch seinen Viererpack im Duell gegen die U-19 von Hannover 96. In der Bundesliga kam Arp bislang 13 Mal zum Einsatz und erzielte in seinen ersten drei Einsätzen zwei Tore, benötigt jedoch noch Zeit zur Entwicklung.

15. Kai Havertz - Bayer 04 Leverkusen

Kai Havertz hat bereits in der vergangenen Saison den Durchbruch bei Bayer Leverkusen geschafft und gehört auch in diesem Jahr zu einem der Leistungsträger der 'Werkself'. Der 18-Jährige stand bislang in 19 Partien auf dem Platz und kommt auf zwei Tore und sechs Vorlagen. Der Marktwert des gebürtigen Aacheners beträgt 18 Millionen Euro, Tendenz steigend.

16. Benjamin Henrichs - Bayer Leverkusen

Benjamin Henrichs schlug einen ähnlichen Weg wie Kai Havertz ein, machte sein Debüt in der Bundesliga jedoch bereits im September 2015. Aufgrund der stark besetzten Defensive der Leverkusener kommt Henrichs unter Heiko Herrlich nicht mehr so oft wie unter Roger Schmidt zum Einsatz, doch bislang stand er 17 Mal auf dem Platz und bereitete dabei einen Treffer vor.