Im Spiel beim Hamburger SV ging Heiko Herrlich ein gewisses Risiko ein. Der Trainer von Bayer 04 Leverkusen stellte nicht nur seine Viererkette um, sondern berief mit Tin Jedvaj auch noch einen Spieler in die Startelf, der 2017/18 bis dato noch keine einzige Partie bestritten hatte. Der 2:1-Sieg gab dem Coach Recht, der seine Abwehrreihe entsprechend würdigte.


Sven Bender, Tin Jedvaj, Panos Retsos und Benjamin Henrichs: Mit diesen vier Abwehrspielern im Verbund lief Bayer Leverkusen in dieser Saison noch nie auf - bis zum Gastspiel am Samstag im Volksparkstadion. Da Herrlichs Experiment aufging, hatte er nach der Partie nur lobende Worte für die genannten Spieler übrig.

"Ein großes Lob an unsere neu formierte Viererkette – vorneweg an Sven Bender, der den Laden gut zusammengehalten hat. Auch Tin Jedvaj, Panos Retsos und Benny Henrichs haben allesamt heute einen super Job gemacht", zitierte der Verein seinen Trainer via Twitter.


Comebacker Jedvaj bedankt sich bei seinen Teamkollegen


Im Mittelpunkt des Geschehens stand vor allem der junge Kroate Jedvaj, der sich zu Beginn der Vorbereitung im Sommer einen Haarriss im Schienbein zugezogen hatte. Aus diesem Grund erhielten bisher andere Defensivspieler den Vorzug vor dem Mann, der in der vergangenen Spielzeit eine große Rolle bei Bayer 04 gespielt hatte.

Beim ​2:1 in Hamburg feierte Jedvaj sein Comeback, mit dem er sehr zufrieden sein konnte. Der Dank des Verteidigers ging vor allem an seine Mannschaftskameraden. "Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder spielen durfte. Ich hatte großen Support von meinen Teamkollegen und möchte mich bei ihnen bedanken", so Jedvaj in der Mixed-Zone gegenüber Bayer 04-TV.


"Der Verein hat immer hinter mir gestanden"


Zudem äußerte er sich auch zu seinem gescheiterten Wechsel im Winter. Dinamo Zagreb hatte Interesse bekundet, Jedvaj in seine kroatische Heimat zurückzuholen. "Der Verein hat immer hinter mir gestanden. Sie haben mir im Winter gesagt, dass ich nicht gehen kann, weil sie mich brauchen", so der 22-Jährige. Mit seiner Berufung in die Startelf hat Heiko Herrlich nun also Wort gehalten.