Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie konnte der FC Schalke 04 in der Bundesliga wieder jubeln. Gegen 1899 Hoffenheim ging die Mannschaft von Domenico Tedesco vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit mit 2:1 als Sieger vom Platz und steht nun vorübergehend auf dem fünften Tabellenplatz. Nach der Partie erklärte der Trainer die taktischen Kniffe während der Partie und erinnerte auch an das Spiel in München.

Der Endstand von 2:1 entwickelt sich langsam zum Standard-Resultat für den FC Schalke 04. Nachdem man noch gegen ​Werder Bremen und ​Bayern München als Verlierer vom Platz ging, feierte man beim Sieg über 1899 Hoffenheim den zweiten Dreier in der bisherigen Rückrunde. In den Wochen zuvor ließ 'Königsblau' nach Führungen noch einige Punkte liegen, doch im Duell der beiden Trainer-Talente setzten sich die von Domenico Tedesco trainierten Schalker durch, die sich jedoch nicht zu 100 Prozent zufrieden gaben.

​"Wir hätten das dritte und vierte Tor erzielen müssen. Deswegen müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass es noch mal spannend geworden ist", ärgerte sich beispielsweise Torschütze Breel Embolo auf der vereinseigenen Website. Der 21-Jährige erzielte bereits in der 28. Minute das 2:0, doch nach dem Anschlusstreffer von Hoffenheims Andrej Kramaric in der 78. Minute wurde die Partie noch einmal spannend.

"Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen", resümierte Tedesco das Topspiel des 23. Spieltages im Nachgang. Wie er auf der vereinseigenen Website erklärte, war er vor allem mit der Mannschaftsleistung im ersten Durchgang zufrieden, in der man die TSG "mit einer gewissen Körperlichkeit" und "zweiten Bällen" in Schwierigkeiten bringen wollte: "Wir haben den Gegner so wahrgenommen, dass er damit gewisse Probleme hat. Alles andere presst die TSG gut zu." Insgesamt habe man "durch eine gute Robustheit und auch viel Mut letztlich Torgefahr ausgestrahlt. Das war sehr gut", so Tedesco, der befand: "Die 2:0-Führung zur Pause war deshalb auch verdient."


​In der zweiten Halbzeit wurde es auf beiden Seiten taktisch variabler, wie der 32-Jährige erläuterte: "Nach der Pause hat Hoffenheim auf 3-4-3 umgestellt. Deshalb haben wir uns recht zügig auch für ein 3-4-3 entschieden. Gegen Ende hat der Gegner dann auf 4-3-3 umgestellt. Wir haben uns daher wie schon zuletzt in München im 5-2-1-2 formiert, um auf Außen mutig und hoch zu verteidigen."

Funktioniert habe diese Umstellung jedoch eher weniger: "Das ist am Ende nicht gut gelungen, weil wir dabei zu zögerlich waren. Wir müssen Druck auf den Ball bekommen – das ist beim Gegentor nicht geschehen." Dennoch habe man insgesamt "gut gespielt", wie der Trainer befand. Nach intensiven 90 Minuten stehe jedoch erst einmal Regeneration auf dem Programm: "Wir müssen uns jetzt schnell regenerieren, denn am kommenden Spieltag wartet mit Bayer Leverkusen eine der besten Mannschaften der Bundesliga auf uns. Das wird ein richtiges Brett."

​Neben dem sportlichen Erfolg gab es noch eine weitere positive Überraschung für die Schalker: Sead Kolasinac stattete seinem Ex-Verein einen Besuch in der Veltins Arena ab. Der Linksverteidiger, der seit dieser Saison bei Arsenal London unter Vertrag steht, hatte aufgrund des Ausscheidens der 'Gunners' im FA-Cup gegen Nottingham Forest (2:4) an diesem Wochenende spielfrei und nutzte daher die Zeit, um noch einmal an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückzukehren.

​​​Durch den Sieg ist Schalke weiterhin mitten im Ringen um die internationalen Wettbewerbe, muss jedoch konstant punkten, um sich ein Ticket für die kommende Champions-League-Saison zu sichern. Die beiden kommenden Partien gegen Leverkusen und Hertha BSC werden zwei Härtetests, in denen es darum gehen wird, zu beweisen, dass man endlich wieder mehr als ein Mal in Folge gewinnen kann.