Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen wähnte man sich bei der TSG Hoffenheim nach Wochen der Tristesse eigentlich auf dem Weg der Besserung. Doch die 1:2-Niederlage bei Schalke 04 war nicht nur aufgrund des Ergebnisses ein Rückschritt. Da half es natürlich auch nicht, dass mit Kevin Vogt ausgerechnet der zuverlässige Kapitän vor dem 0:2 von Embolo patzte.


Rund zwanzig Meter vor dem eigenen Kasten spielte der ehemalige Kölner einen verhängnisvollen Querpass, den Breel Embolo aus vollem Lauf mitnahm und zum vorentscheidenden 2:0 für die starken Königsblauen einschob. Kein Wunder, dass Vogt nach der Begegnung und unter den Eindrücken seines Lapsus erst einmal niedergeschlagen war.

Und doch stellte sich Vogt den Fragen der Journalisten. In der ersten Halbzeit habe man insgesamt zu träge agiert, um gegen „gut pressende“ Schalker ins Spiel zu kommen. „Uns hat die Gier gefehlt, die Wucht“, erklärte der 26-Jährige. Und weiter: „Schalke hat uns ein bisschen den Schneid abgekauft.“

Selbstkritik äußerte Vogt selbstredend auch. „Das zweite Tor geht natürlich auf meine Kappe.Wir wollen immer rausspielen, in diesem Fall geht das schief“, erläuterte Vogt. Er sei aber erfahren genug, um an besagter Szene nicht allzu lange zu nagen: „So etwas passiert mir selten. Ich werde das schnell abhaken.“ Für seine Teamkollegen hatte er dennoch noch lobende Worte übrig: „Dass die Mannschaft nach dem Spiel bei mir war, ist ein schönes Zeichen. Wir stehen immer zusammen“, schloss der TSG-Kapitän.