Der FC Bayern München gewinnt das Gastspiel beim VfL Wolfsburg mit 2:1. Dabei verwandelt Lewandowski einen Elfmeter in der 90. Minute. Robben vergibt einen Elfmeter, Wagner trifft. Die Gastgeber hätten einen Punkt speziell nach der ersten Hälfte durchaus verdient gehabt.


Tore: 1:0 Didavi (8.), 1:1 Wagner (64.), 1:2 Lewandowski (91.)


Der wieder genesene Heynckes setzte in der Volkswagen-Arena zunächst auf die Kräfte der zweiten Reihe: Süle verteidigte neben Martínez in der Innenverteidigung, während Rafinha und Bernat außen verteidigten. Thiago feierte neben Rudy und Tolisso im Mittelfeld der Bayern nach drei Monaten sein Comeback. Da Wagner, Ribéry (Bayern-Kapitän) und Robben starteten, saßen Kimmich, Hummels, Boateng, Alaba, Müller und Lewandowski zunächst auf der Bank.


Die 'Wölfe' hingegen, die aufgrund eines Fan-Boykotts von einem Teil der Fans zunächst nicht unterstützt wurden, traten mit einem 4-2-3-1-System, unter anderem mit Malli, Didavi, Steffen und Origi in der Offensive, an.


Ein erstes Ausrufezeichen setzten die engagierten Bayern. Ribéry setzte den freien Bernat auf der linken Seite ein, doch die Hereingabe in der vierten Minute der noch jungen Partie konnte von den 'Wölfen' noch geklärt werden.

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-BAYERN-MUNICH

Endspiel für Martin Schmidt? Sein Team ging früh in der Partie überraschend in Führung.


Den überraschenden 1:0-Treffer erzielten allerdings die Gastgeber in der achten Minute: der 1,80 Meter große Didavi traf mit dem Kopf. Nach Flanke von Yunus Malli konnte Bernat Didavi, der sein sechstes Saisontor erzielte, nicht stoppen. 


In der 15. Minute kamen die Bayern zu einem gefährlichen Freistoß durch Robben, doch Casteels verhinderte den direkten Gegenschlag des deutschen Meisters, der von mindestens 4000 Auswärtsfans unterstützt wurde.


Die neu zusammengestellten Bayern hatten in der ersten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz, zeigten sich allerdings zu uninspiriert und auch nicht eingespielt genug, um etwas Zählbares zu präsentieren. Die Gastgeber lieferten wohl ihr engagiertestes Heimspiel seit längerer Zeit ab und standen kompakt, verteidigten zudem aggressiv.

VfL Wolfsburg v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Glück für Ribéry? Nach einem Ellenbogenschlag wurde der Videobeweis bemüht. Resultat: die gelbe Karte.


Brisante Aktion in Minute 35: Franck Ribéry teilte einen bewussten Ellenbogenschlag gegen Renato Steffen aus. Schiedsrichter Stegemann ließ die Situation zunächst weiter laufen. Nach Videobeweis gab es schließlich die gelbe Karte für den Franzosen, über Rot konnte zumindest diskutiert werden.


Die Wolfsburger gingen mit einem nicht unverdienten 1:0 in die Kabine. Die Bayern, die sich vor der Achtelfinal-Partie gegen Besiktas im Schongang bewegten, waren noch zu ungefährlich.


Gefährlich hingegen ein Freistoß von Daniel Didavi, der in der 46. Minute zustande kam, nachdem sich Sebastian Rudy eine Unkonzentriertheit leistete und diese nur mit einem Foul bereinigen konnte. Der Schuss verfehlte sein Ziel nur knapp.


53. Spielminute: Steffen brachte Corentin Tolisso im Strafraum zu Fall. Arjen Robben trat an, doch der Belgier zwischen den Pfosten verhinderte das 1:0. Nicht genau genug gezielt von Robben.


In der Folge drehten die Bayern auf: Rafinha fand Tolisso mit einem langen Ball, doch dessen Direktabnahme war zu harmlos und landete direkt in den Händen von Casteels. Nach mehr als einer Stunde ersetzte Thomas Müller schließlich Thiago.

VfL Wolfsburg v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Nach Pass von Arjen Robben erfolgreich: Sandro Wagner.


Das 1:1 folgte schließlich in Minute 64: Der eben eingewechselte Müller schickte Robben auf der rechten Seite die Linie entlang, welcher seine Schnelligkeit für einen Pass auf Sandro Wagner nutzte, der schließlich sein sechstes Saisontor erzielte.


Die nächste Einwechslung folgte zugleich: David Alaba ersetzte Franck Ribéry. Auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit traten die Bayern bestimmter und auch stärker im Zweikampfverhalten auf. Sie arbeiteten hart für das 2:1 in der Schlussphase. Die Partie entwickelte sich zu einem Spiel in einer Spielhälfte. 


Pech für die 'Wölfe' in der 90. Minute: Itter konnte Robben im Strafraum nicht folgen und zupfte am Flügelstürmer. Der Holländer ließ sich fallen - der zweite Elfmeter, der in dieser Partie für den FC Bayern München gepfiffen wurde. Lewandowski verwandelte zum 2:1, der FC Bayern drehte das Spiel letzten Endes doch. Das war gleichzeitig der Schlusspunkt einer Partie, in der die Niedersachsen einen Punkt sicherlich verdient gehabt hätten. So baut der Rekordmeister seinen Vorsprung auf RB Leipzig bzw. Bayer Leverkusen zeitweise auf 21 Punkte aus.