​Am kommenden Dienstag empfängt der FC Bayern München zuhause Besiktas Istanbul. Bei dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale müssen sich die Zuschauer im Stadion auf verschärfte Kontrollen einstellen. Grund dafür ist, dass die Türken ohne reguläre Gästefans anreisen.


Besiktas hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, auf das ihnen eigentlich zustehende Gästekontigent komplett zu verzichten. Hintergrund der Entscheidung war, dass die Istanbuler bereits im letzten Jahr, für das Fehlverhalten ihrer Anhänger beim Spiel in der Europa League gegen Olympique Lyon, mit einem Ausschluss aus allen europäischen Wettbewerben bestraft wurden.

Die Strafe wurde jedoch zunächst auf zwei Jahre Bewährung ausgesetzt. Bei einer erneuten Verfehlung, drohen dem türkischen Top-Klub ernsthafte Konsequenzen. Infolge dessen verzichteten die Türken bereits die komplette Saison auf die Unterstützung ihrer Anhänger bei internationalen Auftritten.


Durch diese Entscheidung sahen sich nun die Münchner gezwungen ihre Einlasskontrollen zu verschärfen, da sie die restlichen 3800 Karten in den freien Verkauf geben mussten und nun gewährleisten müssen, dass diese Karten nicht in die Hände von türkischen Fans gekommen sind.

Gelänge es dennoch einigen Besikas-Fans sich ins Stadion zu schmuggeln, droht auch dem deutschen Rekordmeister eine empfindliche Strafe. In einer Stellungsnahme äußerte sich Michael Geringer, Direktor Recht der Bayern, zu den getroffenen Maßnahmen.


"Man muss wissen, dass wir als Klub, wenn wir die Sicherheitsbestimmungen der UEFA nicht beachten, selbst - anstelle von Besiktas - bestraft werden können, und das bedeutet im äußersten Fall sogar Ausschluss von den europäischen Wettbewerben.Grundsätzlich sollte sich niemand leichtfertig über Sicherheitsstandards hinwegsetzen. Ich bin aber sicher, dass unsere Mitarbeiter am Spieltag den Einlass ins Stadion wie immer korrekt und verständnisvoll regeln", so der Jurist.