LEVERKUSEN, GERMANY - FEBRUARY 10: Head coach Heiko Herrlich of Leverkusen looks on prior to the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and Hertha BSC at BayArena on February 10, 2018 in Leverkusen, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Bayer Leverkusen: Die voraussichtliche Aufstellung gegen den Hamburger SV

Am kommenden Spieltag geht die Reise für Bayer 04 Leverkusen zum Hamburger SV. Die Mannschaft von Heiko Herrlich liegt aktuell mit 35 Zählern auf dem fünften Platz und ist mit drei Punkten Rückstand auf RB Leipzig weiterhin mitten in der Spitzengruppe, die hinter dem FC Bayern um die restlichen Tickets für die Champions- und Europa League kämpft. 


Nach der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin will die 'Werkself' gegen die seit November sieglosen Hanseaten dreifach punkten. Damit dies gelingt, wird Herrlich vor allem auf offensive Durchschlagskraft setzen müssen, wobei der 46-Jährige in der Defensive weiterhin auf Lars Bender verzichten muss. Im Folgenden präsentieren wir die voraussichtliche Aufstellung der Leverkusener gegen den HSV.

1. Torwart: Bernd Leno

Der 25-Jährige konnte in bislang sieben Spielen die weiße Weste wahren, musste insgesamt jedoch 29 Gegentore hinnehmen. Nichtsdestotrotz ist der Nationaltorhüter, dessen Vertrag in Leverkusen bis 2020 läuft, ohne Wenn und Aber gesetzt und war bei den beiden Gegentoren gegen Hertha BSC machtlos. 

2. Abwehr: Benjamin Henrichs

Benjamin Henrichs erlebt derzeit keine einfache Zeit im Trikot von Bayer Leverkusen. Der Außenverteidiger kam in der Bundesliga zwar 16 Mal zum Einsatz und verpasste seit Dezember keine einzige Partie, stand insgesamt jedoch nur neun Mal in der Startelf und sammelte insgesamt knapp 899 Einsatzminuten. 


Zuletzt rückte beispielsweise Lars Bender in Herrlichs Viererkette ab und zu auf die Rechtsverteidigerposition, doch der angestammte Kapitän der 'Werkself' fehlt derzeit verletzungsbedingt. Daher könnte Henrichs zu seinem insgesamt zehnten Einsatz von Anfang an kommen und sich in Hamburg für weitere Startelfeinsätze empfehlen.

3. Abwehr: Jonathan Tah

Jonathan Tah hingegen ist absoluter Stammspieler in Leverkusen. Der 22-Jährige trifft am Samstag in Hamburg auf seinen Ex-Verein, für den er von 2009 bis 2014 spielte, ehe er nach seiner Debüt-Saison in der Bundesliga an Fortuna Düsseldorf verliehen wurde und von Bayer Leverkusen für 7,5 Millionen Euro fest verpflichtet wurde. Insgesamt verpasste Tah lediglich das Heimspiel gegen den SC Freiburg am vierten Spieltag und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder gegen den HSV in der Startelf stehen, um Filip Kostic & Co. in Schach zu halten.

4. Abwehr: Sven Bender

Tahs kongenialer Partner in der Innenverteidigung ist Sven Bender. Der langjährige Spieler von Borussia Dortmund wechselte im Sommer für 12,5 Millionen Euro nach Leverkusen und gehörte auf Anhieb zu den Stammspielern unter Heiko Herrlich. Aktuell kommt der Zwillingsbruder von Kapitän Lars Bender auf 20 Einsätze in der Bundesliga, in denen er zwei Tore erzielte.

5. Abwehr: Wendell

Linksverteidiger Wendell gehört ebenfalls zum etablierten Personal der Leverkusener. Der 24-jährige Brasilianer wurde gegen Hertha BSC überraschenderweise von Panagiotis Retsos ersetzt, sammelte davor jedoch 17 Einsätze, in denen er stets von Anfang an auf dem Platz stand und insgesamt zwei Tore und drei Vorlagen sammelte. Gegen den defensiv ausgerichteten HSV dürfte Wendell aufgrund seiner Unterstützung im Angriffsspiel wieder zum Aufgebot gehören und gemeinsam mit Bailey auf der linken Seite für Wirbel sorgen.

6. Mittelfeld: Charles Aranguiz

Am 19. Spieltag kehrte Charles Aranguiz erstmalig wieder in die Startelf zurück. Der Chilene erlitt im Dezember einen Muskelfaserriss und verpasste dadurch das Restprogramm der Rückrunde, steht mittlerweile aber wieder zur Verfügung. Gegen Hertha verbrachte er 90 Minuten auf der Bank und musste Julian Baumgartlinger und Dominik Kohr den Vortritt lassen. Insgesamt steht Aranguiz bei 15 Einsätzen für Leverkusen, in denen er stets in der Startelf stand.

7. Mittelfeld: Dominik Kohr

Im April wurde bekannt, dass Dominik Kohr zu Bayer Leverkusen zurückkehren würde. Der 24-Jährige spielte seit 2008 für die 'Werkself', wurde 2014 jedoch an den FC Augsburg verliehen und ein Jahr später für 1,5 Millionen Euro von den 'Fuggerstädtern' fest verpflichtet. Dank einer Rückkaufoption konnte Bayer den defensiven Mittelfeldspieler jedoch für zwei Millionen Euro erneut verpflichten, was sich als Coup herausstellen sollte. Bislang sammelte Kohr in allen Wettbewerben 23 Einsätze und kam in der Bundesliga 13 Mal von Anfang an zum Zug. Allerdings ist er anfällig für gelbe Karten und steht aktuell bei sieben Stück, nachdem er gegen Freiburg und Hertha BSC eine Verwarnung kassierte. Dass er auch in Hamburg in der Startelf steht ist genauso möglich wie ein Einsatz von Julian Baumgartlinger.

8. Offensives Mittelfeld: Julian Brandt

Julian Brandt ist zweifelsfrei eines der größten Talente für die Zukunft. Der 21-Jährige sammelte seit seinem Wechsel im Januar 2014 insgesamt 159 Pflichtspiele für die 'Werkself', in denen er neben 27 Toren auch 33 Vorlagen beisteuerte. Bisweilen steht Brandt aktuell bei insgesamt 26 Einsätzen, in denen er 20 Mal von Anfang an begann und sieben Tore sowie sechs Vorlagen erzielte. Die Verantwortlichen der Leverkusener streben eine baldige Vertragsverlängerung an, da Brandt den Verein im Sommer für eine festgeschriebene Summe von 12,5 Millionen Euro verlassen könnte. Allerdings fühle sich der 13-fache Nationalspieler in Leverkusen wohl und sei bereits in Gesprächen über die Ausdehnung seines bis 2019 laufenden Arbeitspapiers.

9. Offensives Mittelfeld: Leon Bailey

Leon Bailey ist vermutlich der Durchstarter in der laufenden Bundesliga-Saison. Der 20-Jährige kam im Januar 2017 für 13,5 Millionen Euro vom KRC Genk, hatte zunächst jedoch einige Anlaufschwierigkeiten. In der jüngsten Vergangenheit ist der Knoten geplatzt: In seinen bisherigen 19 Einsätzen in der Liga erzielte Bailey acht Tore, bereitete zudem fünf weitere Treffer seiner Mitspieler vor. Aufgrund seiner rasanten Entwicklung wird er bereits jetzt mit einigen Top-Vereinen in Verbindung gebracht, doch in Leverkusen wird man nicht daran denken, den Youngster bald wieder ziehen zu lassen. 

10. Angriff: Lucas Alario

Auch Lucas Alario ist mittlerweile bei Bayer angekommen. Der Argentinier kam im Sommer von River Plate und legte einen ordentlichen Start hin, ehe er einige Spiele auf der Bank verbrachte. Seither ist Alario jedoch eine Konstante in der Leverkusener Startelf und sammelte insgesamt 17 Einsätze, in denen er sechs Tore und vier Assists erzielte.

11. Angriff: Kevin Volland

Der torgefährlichste Angreifer ist jedoch Kevin Volland. Der gebürtige Marktoberdorfer erzielte in der laufenden Saison zehn Treffer und liegt damit in der Torschützenliste gleichauf mit Nils Petersen, Mark Uth und Timo Werner. Zwischenzeitlich traf der ehemalige Angreifer von 1899 Hoffenheim in vier aufeinanderfolgenden Spielen, erzielte seit dem Spiel gegen Borussia Dortmund am 02. Dezember jedoch nur noch zwei Tore. Seit vier Einsätzen wartet er auf einen Treffer und wird darum bemüht sein, in Hamburg endlich wieder jubeln zu dürfen.